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Vulvakarzinom (Vulvakrebs)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (24. Mai 2016)

© Jupiterimages/Monkey Business

Das Vulvakarzinom (Vulvakrebs) ist ein seltener, bösartiger Tumor der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane. Er tritt hauptsächlich im höheren Lebensalter auf.

In den meisten Fällen sind die großen Schamlippen betroffen, seltener die kleinen Schamlippen und die Klitorisregion.

Vorwiegend handelt es sich bei einem Vulvakarzinom um ein sogenanntes Plattenepithelkarzinom. Dieses entsteht, wenn die Zellen der obersten Hautschicht bösartig entarten. Vulvakrebs kann zudem – wenn auch bedeutend seltener – aus anderen Zelltypen entstehen und zum Beispiel in Form eines Melanoms (schwarzer Hautkrebs) oder Basalioms (Basallzellkarzinom) auftreten.

Welche Ursachen ein Vulvakarzinom hat, ist bisher nicht komplett entschlüsselt. Bekannt sind jedoch bestimmte Faktoren, die die Bildung eines Vulvakarzinoms begünstigen. Dazu gehören zum Beispiel eine Infektion mit humanen Papillom-Viren (HPV) oder chronische Vorerkrankungen, die vor allem zu Austrocknung, Verhornung und Entzündungen im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane führen. Lassen sich Mädchen und junge Frauen gegen humane Papillom-Viren (HPV) impfen, sind sie gegen eine HPV-Infektion mit bestimmten HPV-Typen geschützt. Dadurch können sie einer Ursache von Vulvakrebs vorbeugen.

Vulvakrebs ruft verschiedene Symptome hervor. Typisch ist vor allem Juckreiz. Doch im Frühstadium macht ein Vulvakarzinom kaum oder sogar gar keine Beschwerden – darum ist es wichtig, das Angebot zur regelmäßigen gynäkologischen Krebsvorsorge wahrzunehmen. So kann der Frauenarzt symptomlose Tumoren in einem frühen Stadium entdecken – zum Beispiel anhand verdächtiger Hautveränderungen im Bereich der Schamlippen. Dies verbessert die Prognose deutlich.

Bei der Vulvakarzinom-Behandlung spielt vor allem die Operation eine wichtige Rolle. Ziel dieser Therapie ist es, den Tumor möglichst komplett zu entfernen. Unter bestimmten Voraussetzungen sind aber auch eine Bestrahlung und (z.B. bei Metastasen) auch eine Chemotherapie Teil der Behandlung. Im Anschluss ist eine regelmäßige Nachsorge notwendig, um ein Vulvakrebs-Rezidiv, also das erneute Auftreten des Tumors, rechtzeitig zu erkennen.



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