Vulvakarzinom (Vulvakrebs): Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (24. Mai 2016)

Bösartige Tumoren der Vulva – und damit auch das Vulvakarzinom (Vulvakrebs) – neigen im Verlauf dazu, die Schleimhautgrenze zu überschreiten und in angrenzende Gewebe und Organe einzuwachsen. Betroffen sind vor allem:

  • Damm, also das Gebiet zwischen den großen Schamlippen und dem After,
  • Harnröhre (Urethra),
  • Scheide (Vagina),
  • After (Anus) und
  • Enddarm (Rektum)

Komplikationen

Bei Vulvakrebs entstehen Komplikationen zum Beispiel, wenn der Tumor streut, also Metastasen bildet. Diese Streuung erfolgt bevorzugt über das Lymphsystem. Tochtergeschwulste des Vulvakarzinoms finden sich zuerst in den Lymphknoten der Leistengegend und des kleinen Beckens, erst sehr viel später in anderen Organen wie der Leber oder den Nieren. Dies kann zu schwerwiegenden Komplikationen wie Leber- oder Nierenversagen führen.

Prognose

Bei einem Vulvakarzinom hängt die Prognose entscheidend davon ab, wie stark sich der Tumor zu Beginn seiner Behandlung bereits ausgebreitet hat. Wird er erkannt, bevor er in benachbarte Organe eingewachsen ist oder in Lymphknoten oder andere Organe gestreut hat, ist eine vollständige Heilung in den meisten Fällen möglich. Hat der Arzt ein Vulvakarzinom in einem frühen Stadium entdeckt und behandelt, überlebt die Mehrzahl der betroffenen Frauen die nächsten fünf Jahre. Je weiter sich der Tumor aber bereits ausgedehnt hat, desto ungünstiger ist die Prognose.

Nachsorge

Im Anschluss an die Vulvakarzinom-Behandlung ist eine regelmäßige Nachsorge notwendig, um ein Wiederkehren des Vulvakrebs (Rezidiv) rechtzeitig zu erkennen. In den ersten drei Jahren finden diese Kontrollen alle drei Monate statt, in den beiden folgenden Jahren halbjährlich und danach jährlich. Neben einer gründlichen Befragung der Patientinnen nach eventuellen Beschwerden (Anamnese), führt der behandelnde Frauenarzt eine gynäkologische Untersuchung durch. Von verdächtig erscheinenden Bereichen entnimmt er Zellabstriche oder Gewebeproben (Biopsien).

Generell gilt aber: Treten Beschwerden auf, sollten die betroffenen Frauen selbstverständlich auch zwischen den festgesetzten Nachsorgeterminen ihren Arzt aufsuchen.


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