Startseite > Krankheiten > Vulvakarzinom (Vulvakrebs) > Verlauf
Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust
Forum Krebserkrankungen
Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren
Stand: 26. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bösartige Tumoren der Vulva – und damit auch das Vulvakarzinom (Vulvakrebs) – neigen im Verlauf dazu, die Schleimhautgrenze zu überschreiten und in angrenzende Gewebe und Organe einzuwachsen. Betroffen sind vor allem der Damm, also das Gebiet zwischen den großen Schamlippen und dem After, die Harnröhre (Urethra), die Scheide (Vagina), der After (Anus) und der Enddarm (Rektum).
Bei Vulvakrebs entstehen Komplikationen zum Beispiel, wenn der Tumor streut – also Metastasen bildet. Diese Streuung erfolgt bevorzugt über das Lymphsystem. Tochtergeschwulste des Vulvakarzinoms finden sich zuerst in den Lymphknoten der Leistengegend und des kleinen Beckens, erst sehr viel später in anderen Organen wie der Leber oder den Nieren. Dies kann zu schwerwiegenden Komplikationen wie Leber- oder Nierenversagen führen.
Bei einem Vulvakarzinom hängt die Prognose entscheidend davon ab, wie stark sich der Tumor zu Beginn seiner Behandlung bereits ausgebreitet hat. Wird er erkannt, bevor er in benachbarte Organe eingewachsen ist oder in Lymphknoten oder andere Organe gestreut hat, ist eine vollständige Heilung in den meisten Fällen möglich. Hat der Arzt ein Vulvakarzinom in einem frühen Stadium entdeckt und behandelt, überlebt die Mehrzahl der betroffenen Frauen die nächsten fünf Jahre. Je weiter sich der Tumor aber bereits ausgedehnt hat, desto ungünstiger ist die Prognose.
Im Anschluss an die Vulvakarzinom-Behandlung ist eine regelmäßige Nachsorge notwendig, um ein Wiederkehren des Vulvakrebs (Rezidiv) rechtzeitig zu erkennen. In den ersten drei Jahren finden diese Kontrollen alle drei Monate statt, in den beiden folgenden Jahren halbjährlich und danach jährlich. Neben einer gründlichen Befragung der Patientinnen nach eventuellen Beschwerden (Anamnese), führt der behandelnde Frauenarzt eine gynäkologische Untersuchung durch. Von verdächtig erscheinenden Bereichen entnimmt er Zellabstriche oder Gewebeproben (Biopsien). Treten Beschwerden auf, sollten die betroffenen Frauen selbstverständlich auch zwischen den festgesetzten Nachsorgeterminen ihren Arzt aufsuchen.
Weiterlesen: Vulvakarzinom (Vulvakrebs): Vorbeugen
Erfahren Sie im Überblick alles über Krebs, mögliche Therapien und wie Sie vorbeugen können. Lesen Sie außerdem, wie Sie den Alltag mit Krebs meistern und ein weitgehend normales Leben führen können. mehr ...
Bilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ...
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.