Vulvakarzinom (Vulvakrebs): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (24. Mai 2016)

Die Vulvakarzinom-Therapie ist in erster Linie operativ. Das Ausmaß der Operation hängt vom Stadium der Erkrankung ab: Bei kleineren Tumoren reicht es aus, den betroffenen Herd großzügig herauszuschneiden. Häufig ist es allerdings notwendig, die gesamte Vulva zu entfernen.

Besteht der Verdacht, dass der Krebs bereits über die Lymphwege gestreut hat, ist es wichtig, dass der Chirurg zusätzlich die Lymphknoten der Leiste und gegebenenfalls sogar die des kleinen Beckens entfernt.

Bösartige Tumoren der Vulva wie das Vulvakarzinom (Vulvakrebs) verkleinern sich teilweise auch durch eine Strahlentherapie. Die alleinige Bestrahlung ist im Allgemeinen nicht so effektiv wie eine Operation und bietet sich deshalb nur in Ausnahmefällen an.

Vor allem in fortgeschrittenen Stadien empfiehlt sich jedoch eine Strahlenbehandlung in Kombination mit der Operation. Eine Bestrahlung vor der Operation soll den Tumor verkleinern, die Bestrahlung im Anschluss an die operative Entfernung des Tumors soll das Risiko für ein Wiederauftreten von Vulvakrebs (Rezidiv) senken.

Eine Chemotherapie hat sich in der Vergangenheit als wenig wirksam bei der Behandlung eines Vulvakarzinoms herausgestellt. Diese Therapie ist aber eine Möglichkeit, Beschwerden zu lindern, die durch Tochtergeschwulste (Metastasen) entstehen.


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