Vulvakarzinom (Vulvakrebs): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (24. Mai 2016)

Wie bei allen Krebsarten ist auch beim Vulvakarzinom (Vulvakrebs) eine frühzeitige Diagnose wichtig. Bösartige Tumoren der Vulva fallen in den meisten Fällen entweder den Patientinnen selbst oder dem Frauenarzt bei der gynäkologischen Untersuchung zur Krebsfrüherkennung auf.

Besteht der Verdacht auf ein Vulvakarzinom, nimmt der Gynäkologe bei der Untersuchung ein sogenanntes Kolposkop zuhilfe, mit dem er die Schleimhaut der weiblichen Geschlechtsorgane in mehrfacher Vergrößerung betrachten und auffällige Veränderungen beurteilen kann (Kolposkopie). Außerdem entnimmt der Arzt bei verdächtigen Befunden eine Gewebeprobe (Biopsie) und lässt die Probe unter dem Mikroskop untersuchen.

Beim Vulvakarzinom gehört zur Diagnose auch, dass der Arzt feststellt, wie weit sich der Tumor bereits ausgedehnt hat. Dazu nutzt er bildgebende Verfahren wie Ultraschalluntersuchungen (Sonographie) der Scheide, der Leistenlymphknoten und der Beckenorgane sowie eine Computertomographie (CT) des Beckens. So kann er nicht nur die Größe des Tumors einschätzen, sondern auch erkennen, ob die Geschwulst bereits in benachbarte Lymphknoten gestreut hat oder in umliegende Organe eingewachsen ist. Mit demselben Zweck führt der Arzt außerdem eine Spiegelung der Harnwege und des Enddarms (Urethrozystoskopie und Rektoskopie) durch.

Des Weiteren muss der Arzt auch abklären, ob das Vulvakarzinom bereits in entfernt liegende Organe gestreut hat – also möglicherweise Tochtergeschwulste (Metastasen) gebildet hat. Eine Röntgenuntersuchung der Lunge und eine Ultraschalluntersuchung der Leber sind dazu geeignete Untersuchungsverfahren.


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