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Vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. April 2012)

Wohl kaum ein Mann spricht gern darüber: Ein vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox) ist eine häufig vorkommende Ejakulationsstörung, die viele unterschiedliche Ursachen haben kann.

Ein vorzeitiger Samenerguss kann psychisch sehr belastend sein – nicht nur für den betroffenen Mann, sondern für beide Partner. Ejaculatio praecox kann das Sexualleben so sehr beeinträchtigen, dass die Partnerschaft darunter leidet.

Ein vorzeitiger Samenerguss betrifft viele Männer – wie viele es sind, darüber gibt es allerdings unterschiedliche Angaben. Schätzungen zufolge könnte jeder vierten Mann unter Ejaculatio praecox leiden.

Die wenigsten Betroffenen suchen einen Arzt auf, obwohl der Leidensdruck für Mann und Partnerin sehr hoch sein kann. Oft ist die Scham, das Problem beim Arzt zu schildern, schlichtweg zu groß. So bleibt das Tabuthema "vorzeitiger Samenerguss" häufig unausgesprochen – dabei gibt es viele Therapieansätze, um Ejaculatio praecox in den Griff zu bekommen.

Die genaue Ursache für Ejaculatio praecox ist nicht einheitlich geklärt. Ältere Theorien gehen von einer psychischen Störung aus oder nehmen an, dass ein vorzeitiger Samenerguss aus bestimmten Verhaltensweisen (wie z.B. frühen sexuellen Erfahrungen) resultiert. Inzwischen vermutet man die Ursache für einen vorzeitigen Samenerguss auch in einem Ungleichgewicht bestimmter Botenstoffe des Nervensystems, die an der Auslösung des Orgasmus beteiligt sind.

Ein vorzeitiger Samenerguss ist zwar nicht gefährlich, verursacht aber psychischen Leidensdruck. Die Therapie von Ejaculatio praecox umfasst verschiedene Ansätze, die von psychotherapeutischen Methoden über manuelle Wege, die Erregung und Ejakulation zu kontrollieren, bis hin zur Einnahme von Medikamenten reichen. Vielen Männern gelingt es, den vorzeitigen Samenerguss auf diese Weise in den Griff zu bekommen. Allerdings sind solche Methoden nur dann nötig, wenn der Mann unter dem vorzeitigen Samenerguss leidet. Aus rein medizinischer Sicht besteht in den meisten Fällen kein Anlass für eine Behandlung.






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