Startseite > Krankheiten > Vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox) > Therapie
Stand: 18. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Ein vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox) bedarf nicht unbedingt einer Therapie. Wenn der Leidensdruck jedoch groß ist, kann eine Behandlung hilfreich sein. Zur Therapie können je nach Ursache physische, medikamentöse oder psychotherapeutische Therapieansätze infrage kommen.
Bei manchen Männern kann schon häufiges Masturbieren oder ein vor dem eigentlichen Geschlechtsakt vorangegangener Orgasmus bewirken, dass der Samenerguss sich verzögert. Auch eine verbesserte Wahrnehmung des Ejakulationszeitpunkts, die man mittels der Stopp-Start-Methode und der Squeeze-Methode erreichen soll, kann für einige Männer hilfreich sein, um den Zeitpunkt der Ejakulation besser zu steuern.
Bei einem vorzeitigen Samenerguss können psychotherapeutische Methoden wie Sexualtherapie, Verhaltenstherapie, Paartherapie oder eine Familientherapie zur Therapie gehören. Dabei ist es von Vorteil, wenn sich die Partnerin am Gespräch beteiligt und sie sich auch in die Therapie miteinbezieht.
Eine Psychotherapie kann dazu dienen, Ängste abzubauen und die wechselseitige Wirkung zwischen Angst und vorzeitigem Samenerguss zu durchbrechen. Ein weiteres Ziel einer Therapie kann es sein, eine Änderung von Denk- und Verhaltensmustern zu bewirken oder sexuellen Leistungsdruck zu mindern.
Es gibt einige Möglichkeiten, mit welchen der Mann eine Ejakulation manuell verzögern kann.
Durch die Stopp-Start-Methode soll der Mann lernen, seine Erregung besser zu steuern und somit die Ejakulation zu verzögern. Hierzu masturbiert der Mann und hält kurz vor der kritischen Schwelle (dem Unausweichlichkeitspunkt) inne, so lange, bis die Erregung nachlässt. Dann beginnt er von Neuem mit der Masturbation. Diesen Vorgang wiederholt er so lange wiederholt, bis er seine Erregung kontrollieren kann.
Die sogenannte Squeeze-Methode ist eine Weiterführung der Stopp-Start-Übung und dient ebenfalls dazu, die Ejakulation zu verzögern. Einerseits unterbricht der Mann den Sexualakt kurz vor dem Höhepunkt, um den Zeitpunkt des ungewollten Samenergusses genauer wahrzunehmen und ihn in der Folge besser beeinflussen zu können. Zusätzlich übt er mit dem Daumen Druck auf den Penis im Bereich der Eichel aus. Ziel ist es, die Blutmenge im Penis zu verringern und den Ejakulationsreflex zu unterbrechen, um so die Ejakulation zu verzögern.
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