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Vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. Mai 2014)

Für den vorzeitigen Samenerguss (Ejaculatio praecox) liegt keine einheitliche Definition vor. In der Regel spricht man von einer vorzeitigen Ejakulation, wenn der Mann den Zeitpunkt der Ejakulation nicht kontrollieren kann und der Orgasmusreflex, früher als gewünscht, ausgelöst wird. Der Samenerguss tritt dabei schon vor oder bis zu eine Minute nach dem Eindringen in die Scheide der Frau (Penetration) ein. Die meisten Definitionen von vorzeitigem Samenerguss berücksichtigen drei zentrale Aspekte:

  • die kurze Dauer von der vaginalen Penetration bis zum Samenerguss (Ejakulation)
  • der Verlust von willentlicher Ejakulationskontrolle
  • der Leidensdruck des Betroffenen oder der Partnerin

Bei Männern mit vorzeitigem Samenerguss erfolgt die Ejakulation in mehr als Dreiviertel der Versuche vor oder während des Eindringens in die Scheide der Partnerin. Von einem vorzeitigen Samenerguss nach der Penetration spricht man, wenn die Zeit zwischen dem Eindringen in die Scheide bis zum Eintreten des Samenergusses kürzer ausfällt, als der Mann es möchte. Nichtbetroffene Männer benötigen im Durchschnitt 5,4 Minuten, bis sie zum Höhepunkt kommen. Bei Männern, die unter einem vorzeitigen Samenerguss leiden, beträgt diese sogenannte Latenzzeit (intravaginale Ejakulationszeit) in den meisten Fällen weniger als ein bis zwei Minuten. In manchen Fällen reicht auch schon der Gedanke an eine sexuelle Handlung aus, damit eine vorzeitige Ejakulation auftritt.

Man sieht einen Mann mit einem Kissen im Bett.

Ein vorzeitiger Samenerguss kann bei Männern jeden Alters vorkommen.

In einigen Definitionen der vorzeitigen Ejakulation spielt zusätzlich die Befriedigung der Frau eine Rolle. Demzufolge wird von einem vorzeitigen Samenerguss gesprochen, wenn der Mann unfähig ist, seine Ejakulation so zu kontrollieren, dass der Geschlechtsverkehr für beide Partner befriedigend ist.

Weitere mögliche Bezeichnungen für den vorzeitigen Samenerguss sind zum Beispiel frühe Ejakulation, vorzeitige Ejakulation oder vorzeitiger Orgasmus.

Beim vorzeitigen Samenerguss kann man zwischen angeborener (primärer) und erworbener (sekundärer) Form unterscheiden. Die angeborene Form kann durch körperliche Störungen bedingt sein. Die sekundäre Form ist eher auf psychische Ursachen zurückzuführen. Die erworbene Störung geht oft mit einer Erektionsstörung (erektile Dysfunktion, erektile Impotenz) einher. Sie kann aber auch infolge eines verminderten sexuellen Verlangens (Appetenzminderung) entstehen.

Häufigkeit

Die Angaben über die Häufigkeit des vorzeitigen Samenergusses (Ejaculatio praecox) schwanken – Experten gehen jedoch davon aus, dass etwa jeder vierte bis fünfte Mann unter einer vorzeitigen Ejakulation leidet. Damit handelt es sich um die häufigste Sexualstörung des Mannes. Ein vorzeitiger Samenerguss kann bei Männern ab der Pubertät in jedem Lebensalter auftreten.

Ein vorzeitiger Samenerguss stellt für viele Männer und ihre Partnerinnen eine große psychische Belastung dar. Dennoch suchen nur wenige Betroffene einen Arzt auf.






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