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Vorhofflimmern: Medikamentöse Kardioversion

Veröffentlicht von: Till Hansmeier (14. Februar 2014)

Eine weitere Möglichkeit, ein neu aufgetretenes Vorhofflimmern zu behandeln, stellt die Therapie durch medikamentöse Kardioversion dar: Hierbei kommen als Antiarrhythmika bezeichnete Medikamente zum Einsatz, um den normalen Herzrhythmus (Sinusrhythmus) wiederherzustellen.

Je nachdem, welches Mittel der Arzt Ihnen gegen das Vorhofflimmern verschreibt, ist die Therapie mehr oder weniger erfolgversprechend. Bei der Entscheidung, welches Antiarrhythmikum bei Ihnen für die medikamentöse Kardioversion am besten geeignet ist, sind jedoch nicht nur die Erfolgsraten zu berücksichtigen, sondern auch die Grunderkrankung des Herzens und die Nebenwirkungen der Mittel (z.B. Übergang in Vorhofflattern oder ventrikuläre Rhythmusstörungen). Die medikamentöse Kardioversion erfolgt am besten stationär mit Monitorüberwachung.

Wenn das Vorhofflimmern trotz Therapie durch medikamentöse Kardioversion bestehen bleibt, kann nachfolgend eine Katheter-Ablation zum Einsatz kommen: Bei diesem Verfahren verödet der Arzt die für die Reizleitung zuständigen gestörten Zellen mit einer Elektrosonde (Ablation = Abtragung; hier: Entfernen durch Veröden), um das Vorhofflimmern zu beheben.

Prophylaktische Therapie

Um ein erneutes Vorhofflimmern zu verhindern, ist eine vorbeugende oder prophylaktische Therapie empfehlenswert, nachdem der normale Herzrhythmus wiederhergestellt ist. Denn: Ohne vorbeugende Medikamente haben ein Jahr nach einer elektrischen oder medikamentösen Kardioversion nur noch etwa 25 Prozent der Betroffenen einen normalen Herzrhythmus (Sinusrhythmus).

Medikamente, die den Herzrhythmus stabilisieren, können einem Rückfall in das Vorhofflimmern vorbeugen. Allerdings stellt die Langzeittherapie mit Antiarrhythmika derzeit noch ein Problem dar, da diese Medikamente wiederum andere Formen von Herzrhythmusstörungen auslösen können. Daher ist erst dann, wenn nach erfolgreicher Korrektur des Herzrhythmus erneut ein Vorhofflimmern auftritt, eine prophylaktische Therapie ratsam. Als Medikamente zur Kontrolle der Herzfrequenz stehen beispielsweise Betablocker, Kalziumantagonisten und Herzglykoside zur Verfügung.

Wenn man Ihnen wegen eines andauernd verlangsamten Herzschlags (Bradykardie) einen Herzschrittmacher implantiert hat, kann dieser gleichzeitig zusätzliches Vorhofflimmern verhindern: Als prophylaktische Therapie findet dann eine sogenannte präventive Stimulation durch den Herzschrittmacher statt.






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