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Vorhofflimmern: Medikamentöse Kardioversion

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (23. April 2015)

Bei einem neu aufgetretenen Vorhofflimmern kann man als Therapie auch eine medikamentöse Kardioversion versuchen. Hierbei sollen bestimmte Medikamente den normalen Herzrhythmus (Sinusrhythmus) wiederherstellen: sogenannte Antiarrhythmika.

Je nachdem, welches Mittel  Sie gegen das Vorhofflimmern bekommen, ist die Therapie mehr oder weniger erfolgversprechend. Bei der Entscheidung, welches Antiarrhythmikum bei Ihnen am besten für die medikamentöse Kardioversion geeignet ist, sind aber nicht nur die Erfolgsraten zu berücksichtigen, sondern auch:

  • Ihre Grunderkrankung des Herzens und
  • die Nebenwirkungen der Mittel (z.B. Übergang in Vorhofflattern oder ventrikuläre Rhythmusstörungen).
Es empfiehlt sich, die medikamentöse Kardioversion bei Vorhofflimmern stationär mit Monitorüberwachung durchführen zu lassen.

Wenn die medikamentöse Kardioversion nicht gelingt, kann man nachfolgend mit einer Katheter-Ablation gegen das Vorhofflimmern vorgehen: Bei dieser Therapie verödet der Arzt die für die Reizleitung zuständigen gestörten Zellen mit einer Elektrosonde, um das Vorhofflimmern zu beheben (Ablation = Abtragung; hier: Entfernen durch Veröden).

Prophylaktische Therapie

Um ein erneutes Vorhofflimmern zu verhindern, ist eine vorbeugende oder prophylaktische Therapie empfehlenswert, nachdem der normale Herzrhythmus wiederhergestellt ist. Denn: Ohne vorbeugende Medikamente haben ein Jahr nach einer elektrischen oder medikamentösen Kardioversion nur noch etwa 25 Prozent der Betroffenen einen normalen Herzrhythmus (Sinusrhythmus).

Medikamente, die den Herzrhythmus stabilisieren, können einem Rückfall in das Vorhofflimmern vorbeugen. Allerdings stellt die Langzeittherapie mit Antiarrhythmika derzeit noch ein Problem dar, weil diese Medikamente wiederum andere Formen von Herzrhythmusstörungen auslösen können. Daher ist erst dann, wenn nach erfolgreicher Korrektur des Herzrhythmus erneut ein Vorhofflimmern auftritt, eine prophylaktische Therapie ratsam. Geeignete Medikamente zur Kontrolle der Herzfrequenz sind beispielsweise:

Wenn man Ihnen wegen eines andauernd verlangsamten Herzschlags (Bradykardie) einen Herzschrittmacher implantiert hat, kann dieser gleichzeitig zusätzliches Vorhofflimmern verhindern: Als prophylaktische Therapie findet dann eine sogenannte präventive Stimulation durch den Herzschrittmacher statt.



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