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Vorhofflimmern

Medikamentöse Kardioversion

(Stand: 30. September 2009)

Eine weitere Möglichkeit, ein neu aufgetretenes Vorhofflimmern zu behandeln, stellt die medikamentöse Kardioversion durch sogenannte Antiarrhythmika dar.

Je nachdem, welches Mittel gegen das Vorhofflimmern eingesetzt wird, sind die Erfolgsraten dieser medikamentösen Therapie unterschiedlich. Das einzusetzende Antiarrhythmikum wird im Einzelfall unter Berücksichtigung der Grunderkrankung des Herzens und der Nebenwirkungen der Mittel (zum Beispiel Übergang in Vorhofflattern oder ventrikuläre Rhythmusstörungen) ausgewählt. Eine medikamentöse Kardioversion sollte immer stationär mit einer Monitorüberwachung erfolgen.

Wenn die medikamentöse Therapie des Vorhofflimmerns unbefriedigend verläuft, kann nachfolgend eine Katheterablation erfolgen. Bei diesem Verfahren werden die für die Reizleitung zuständigen gestörten Zellen mit einer Elektrosonde verödet.

Prophylaktische Therapie

Um ein erneutes Vorhofflimmern nach der Wiederherstellung des normalen Herzrhythmus zu verhindern, ist eine prophylaktische Therapie empfehlenswert: Ohne vorbeugende Medikamente weisen ein Jahr nach einer elektrischen oder medikamentösen Kardioversion nur noch etwa 25 Prozent der Betroffenen einen normalen Herzrhythmus (Sinusrhythmus) auf. Medikamente, die den Herzrhythmus stabilisieren, können einem Rückfall in das Vorhofflimmern vorbeugen. Die Langzeittherapie mit Antiarrhythmika stellt derzeit noch ein Problem dar, da diese Medikamente wiederum andere Formen von Herzrhythmusstörungen auslösen können. Eine prophylaktische Therapie sollte daher erst begonnen werden, wenn nach erfolgreicher Korrektur des Herzrhythmus erneut ein Vorhofflimmern auftritt. Als Medikamente zur Kontrolle der Herzfrequenz stehen beispielsweise Betablocker, Kalziumantagonisten und Herzglykoside zur Verfügung.

Auch ein zur Behandlung eines andauernd verlangsamten Herzschlags (Bradykardie) implantierter Herzschrittmacher kann verwendet werden, um zusätzliches Vorhofflimmern durch präventive Stimulation zu verhindern.

Weiterlesen: Vorhofflimmern: Therapie – Antikoagulanzien

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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