Vorhofflimmern: Diagnose

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (23. April 2015)

Bei einem Vorhofflimmern ist eine schnelle und sichere Diagnose durch ein Elektrokardiogramm (EKG) möglich – wie bei anderen Herzrhythmusstörungen auch. Der Verdacht auf ein Vorhofflimmern besteht meist bereits bei einem unregelmäßigen Puls. Daneben bietet das EKG die Möglichkeit, Informationen über eine zugrunde liegende Herzerkrankung zu erfassen.

Allerdings kann der Arzt ein kurz anhaltendes Vorhofflimmern mit dem Ruhe-EKG oft nicht erkennen, da es den Herzrhythmus in der Regel nur über eine relativ kurze Zeit erfasst. Daher kommt bei Verdacht auf ein Vorhofflimmern ein Langzeit-EKG zur Diagnose zum Einsatz: Beim Langzeit-EKG zeichnet ein tragbarer elektrischer Speicher die Herzstromkurve über 24 Stunden auf. Meist erhält man dafür ein kleines EKG-Gerät, sodass der normale Lebensrhythmus kaum eingeschränkt ist.

Bei einem neu entdeckten Vorhofflimmern ist es wichtig, immer auch nach zusätzlichen Begleiterkrankungen wie beispielsweise einer Schilddrüsenüberfunktion zu suchen. Außerdem sind Herzerkrankungen wie die koronare Herzkrankheit, Herzklappenerkrankungen, Entzündungen (z.B. Herzmuskelentzündung) oder Erkrankungen des Herzmuskels (Kardiomyopathien) auszuschließen. Eine Untersuchung des Herzens mithilfe von Ultraschall kann dabei wichtige diagnostische Hinweise liefern.

Auch eine Röntgenuntersuchung von Herz und Lunge setzen Ärzte bei Vorhofflimmern häufig ein. Um bei der Diagnose eine koronare Herzkrankheit auszuschließen, ist zudem ist ein sogenanntes Belastungs-EKG empfehlenswert. Bei krankhaften Befunden schließt sich meist eine Herzkatheteruntersuchung an.


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