Startseite > Krankheiten > Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) > Therapie
Stand: 11. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine operative Repigmentierung kommt bei Stellen infrage, die auf keine der folgenden Therapien ansprechen:
In einer kleinen Operation entnimmt der Arzt körpereigene Farbpigmente (Melanozyten), züchtet sie und verpflanzt sie auf die betroffenen Bereiche. Voraussetzung: Die Erkrankung muss mindestens ein Jahr lang stabil sein, das heißt, die Flecken dürfen in dieser Zeit nicht größer werden. Diese Voraussetzung ist schwer zu erfüllen. Ist die Erkrankung nicht stabil, kann ein solcher Eingriff die Haut zu sehr stressen und die Vitiligo verschlimmern.
Bei stark ausgeprägter Vitiligo ist es möglich, Bleichmittel mit Wirkstoffen wie Hydrochinon einzusetzen, um die noch verbliebenen dunkleren Hautareale aufzuhellen. Bleichen ist das letzte Mittel bei einer stark ausgebildeten (universellen) Vitiligo. Die Behandlung geht über Monate und ist – je nach Hautfarbe – ein großer Eingriff in die Identität. Der Prozess lässt sich nicht rückgängig machen. Wer sich mit dem Thema Bleichen auseinandersetzt, sollte diese Punkte bei seiner Entscheidung berücksichtigen. Als Nebenwirkung können unregelmäßige Bleicheffekte entstehen.
Von Vitiligo Betroffene sind außer der erhöhten Sonnenbrandgefahr körperlich nicht beeinträchtigt. Doch die psychosoziale Beeinträchtigung ist mitunter erheblich. Es gibt Daten, die zeigen, dass die Lebensqualität der Betroffenen vermindert ist. Oft schämen sich Betroffene und meiden die Öffentlichkeit. Sie bedecken oder überschminken ihre Flecken. Auch Selbstbräuner eignen sich, den psychischen Leidensdruck zu senken. In einigen Fällen kann eine begleitende psychologische Behandlung sinnvoll sein.
Ob Vitiligo-Patienten ein erhöhtes Hautkrebsrisiko haben, ist bislang nicht geklärt. Doch die Haut der Patienten gilt als empfindlicher und sollte durch einen entsprechend hohen Lichtschutzfaktor geschützt werden. Ein Sonnenschutz trägt auch dazu bei, dass sich die gesunden Hautstellen optisch nicht allzu sehr von den weißen Stellen absetzen, wie das bei starker Sonnenbräune der Fall wäre.
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