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Vitiligo (Weißflecken­krankheit): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. August 2014)

Die Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) ist eine ungefährliche Pigmentstörung der Haut. Betroffenen mangelt es an Melanozyten – den für die Hautfärbung zuständigen Pigmentzellen.

Bei Vitiligo entstehen weiße, scharf begrenzte Flecken, die sich in der Regel im Laufe der Zeit vergrößern. In den meisten Fällen verläuft die Weißfleckenkrankheit chronisch. Mediziner unterscheiden zwischen der segmentalen und der nichtsegmentalen Vitiligo. Daneben gibt es auch noch die gemischte Vitiligo. Sie liegt vor, wenn gleichzeitig segmentale und nichtsegmentale Vitiligoherde auftreten.

Die segmentale Form kommt vor allem bei Kindern vor. Bei dieser Form verteilen sich die Flecken symmetrisch über beide Körperhälften: Die weißen Flecken sind zum Beispiel auf beiden Kniekehlen, beiden Handrücken oder beiden Schulterblättern ausgeprägt.

Je nachdem, wie groß der pigmentlose Anteil der Hautoberfläche ist und wie die Flecken auf dem Körper verteilt sind, unterscheiden Mediziner außerdem:

  • Generalisierte Vitiligo (V. vulgaris): Es erscheinen größere Flecken an mehreren Körperbereichen. Meist sind hierbei die Areale auf beiden Körperseiten betroffen (symmetrisch). Diese Form ist die häufigste und tritt bei 90 Prozent aller Erkrankten auf.
  • Lokale Vitiligo: Es zeigen sich nur vereinzelt weiße Flecken. Davon sind etwa 2 Prozent aller Erkrankten betroffen. Diese Form schreitet meist nicht voran.
  • Universelle Vitiligo: Über 80 Prozent der Körperoberfläche sind depigmentiert (= weiß). Diese Form tritt bei etwa 8 Prozent der Betroffenen auf.
Füße mit Vitiligo

Bei Vitiligo sind zu Pigmentzellen vorhanden, die für die Hautfärbung zuständig sind.

Die depigmentierten Hautbereiche treten bevorzugt an Stellen mit Zugbelastung auf, beispielsweise an den Gelenken und Achseln, an Knien und Ellbogen, aber auch an Stellen, die der Sonne ausgesetzt sind, wie Gesicht, Hand und Fußrücken. Handflächen und Fußsohlen, Leisten sowie Gesäßfalte und Genitalregion sind ebenfalls häufig betroffen.

Vitiligo tritt häufig in Verbindung mit Autoimmunerkrankungen wie zum Beispiel Diabetes mellitus oder bestimmten Schilddrüsenerkrankungen auf. Die Weißfleckenkrankheit ist nicht ansteckend.

Häufigkeit

Vitiligo zählt zu den häufigsten Störungen des Pigmentsystems; etwa ein Prozent der Bevölkerung erkrankt daran. Bei Frauen und Männern kommt Vitiligo etwa gleich häufig vor. Die Weißfleckenkrankheit betrifft Menschen jeden Alters und jeder ethnologischen Zugehörigkeit. Häufig beginnt die Erkrankung zwischen dem 10. und 30. Lebensjahr.






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