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Stand: 28. Februar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Leishmaniose ist eine Infektionserkrankung, bei der bestimmte Parasiten den Organismus befallen. Es handelt sich bei diesen Parasiten um verschiedene Arten von Geißeltierchen, sogenannte Flagellaten, der Gattung Leishmania – kurz als Leishmanien bezeichnet. Leishmaniosen sind insbesondere in tropischen und subtropischen Ländern verbreitet. Überträger der Leishmanien ist die Sandfliege beziehungsweise Schmetterlingsmücke. Die Leishmaniose ist in drei Formen unterteilt:
Bei der viszeralen Leishmaniose (Kala Azar) befallen die Parasiten insbesondere die inneren Organe (lat.: viscera = Eingeweide). Aber auch Hautveränderungen sind möglich: Die Betroffenen haben eine dunkle, fleckige Verfärbung der Haut. Davon leitet sich die Bezeichnung Kala Azar ab, was im indischen Sprachgebiet soviel wie "schwarze Haut" bedeutet. Die Erkrankung tritt dort besonders häufig auf. Auch China, Pakistan, der Nahe Osten oder Ostafrika sind Gebiete, in denen die viszerale Leishmaniose regelmäßig ausbricht (sog. Endemigebiete). . Sie kommt auch in einigen Regionen Europas vor, zum Beispiel in Mittelmeerländern wie Spanien, Italien oder auf dem Balkan. Endemiegebiete liegen auch in Südamerika, besonders in Brasilien.
Die unterschiedlichen Formen der Leishmaniose sind unter verschiedenen Synonymen bekannt:
| Leishmaniose | Synonyme |
|---|---|
| viszerale Leishmaniose | innere Leishmaniose Kala Azar Dum-Dum-Fieber Schwarzes Fieber |
| Kutane Leishmaniose | Hautleishmaniose Orientbeule Aleppobeule Nilbeule Chiclero-Ulkus Pian bois Uta |
| Mukokutane Leishmaniose | Schleimhautleishmaniose Espundia |
Weltweit kommt es allgemein zu 1,5 bis 2 Millionen Neu-Infektionen von Leishmaniose pro Jahr. Circa 500.000 davon sind viszerale Leishmaniose-Fälle. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es künftig zu weiter ansteigenden Erkrankungszahlen kommt. In einem Jahr versterben weltweit circa 60.000 Menschen an einer Leishmaniose-Infektion. Die kutanen und mukokutanen Leishmaniosen kommen häufiger vor als die viszerale Leishmaniose, sie verlaufen dabei aber deutlich seltener tödlich.
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