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Verstopfung (Obstipation)

Stand: 6. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Wenn die Stuhlentleerung mal ein paar Tage nicht klappt, muss nicht unbedingt eine behandlungsbedürftige Verstopfung (Obstipation) dahinterstecken. Als Faustregel gilt: Weniger als drei Stuhlgänge pro Woche deuten auf eine Obstipation hin.

Eine Verstopfung ist vor allem durch seltenen Stuhlgang und harten Stuhl gekennzeichnet, der sich nur durch starkes und manchmal schmerzhaftes Pressen entleeren lässt. In seltenen Fällen haben Menschen mit Obstipation einen fast vollständig blockierten Enddarm, den sie ausschließlich mithilfe der Finger entleeren können.

Für eine Verstopfung bei Kindern gelten aber andere Faustregeln: Wenn zum Beispiel bei einem gestillten Säugling drei bis vier Tage lang kein Stuhlgang stattfindet, ist das nicht unbedingt eine Verstopfung. Für die Verdauung bei Säuglingen gilt: Fünfmal am Tag oder einmal alle fünf Tage ist normal. Und auch dass der Stuhl nach der Umstellung auf Breinahrung fester ist und gleichzeitig die Stuhlentleerung seltener stattfindet, ist normal – Anzeichen für eine Verstopfung bei Kleinkindern sind sehr seltener (einmal wöchentlich), harter und trockener Stuhl.

Eine Verstopfung kann die unterschiedlichsten Ursachen haben. Welche das sind, bestimmt – neben den vorliegenden Beschwerden – die gegen eine Verstopfung eingesetzte Behandlung:

  • Oft sind falsche Ernährung und Bewegungsmangel für eine Obstipation verantwortlich – was Dinge sind, gegen die jeder selbst etwas tun kann: das Essen ballaststoffreich gestalten, auf stopfende Nahrungsmittel verzichten, sich mehr bewegen und mehr trinken – all dies können schon wirksame Mittel gegen die Verstopfung sein.
  • Wenn nach der Umstellung auf Breinahrung eine Verstopfung beim Baby oder Kleinkind auftritt, kann es zur Behandlung schon reichen, zum Beispiel die Breie mit Wasser flüssiger zu machen und dem Kind zusätzlich viel zu trinken zu geben. Auch Milchzucker kann gegen die Verstopfung helfen ” vorher ist aber eine Rücksprache mit dem Kinderarzt ratsam.
  • Verstopfung tritt häufig auch als Nebenwirkung bestimmter Medikamente auf – diese sind dann (falls möglich) in Absprache mit dem behandelnden Arzt niedriger zu dosieren oder vollständig abzusetzen.
  • Manchmal deutet eine Obstipation auf eine andere Erkrankung (z.B. Darm-, Nerven- o. Muskelerkrankungen, Hormonstörungen) hin – dann besteht die Therapie vor allem darin, diese Grunderkrankung zu behandeln.

Weiterlesen: Verstopfung (Obstipation): Definition

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