Verstopfung (Obstipation): Verlauf

Veröffentlicht von: Till von Bracht (22. Dezember 2015)

Eine Verstopfung (Obstipation) zeigt keinen typischen Verlauf: Wie sich die Symptome entwickeln, hängt unter anderem davon ab, warum sich das Verdauungsverhalten verändert hat. Unabhängig von ihren Gründen wirkt sich eine chronische Verstopfung allerdings in der Regel negativ auf die Lebensqualität aus: Die Betroffenen fühlen sich durch ihre Verdauungsprobleme teilweise sehr stark beeinträchtigt.

Ernährungsabhängige Verstopfung

Eine ernährungsabhängige Verstopfung (Obstipation) kann man in ihrem Verlauf leicht durch einfache Maßnahmen positiv beeinflussen: Die Betroffenen können eine schnelle Besserung erzielen, indem sie ihre Ernährung konsequent auf ballaststoffreiche Kost umstellen, ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen und sich viel bewegen.

Medikamentenbedingte Verstopfung

Eine medikamentenbedingte Verstopfung (Obstipation) verschwindet, wenn man das entsprechende Medikament im weiteren Verlauf niedriger dosiert oder vollständig absetzt. Falls die aus medizinischen Gründen nicht möglich ist, kann eine mit dem Hausarzt in Dosis und Dauer abgesprochene Einnahme von Abführmitteln die Verstopfungssymptome beseitigen.

Verstopfung als Symptom einer anderen Erkrankung

Wenn eine Verstopfung (Obstipation) als Symptom einer anderen Erkrankung auftritt, hängt ihre Prognose vom Verlauf der zugrunde liegenden Erkrankung ab. In dem Fall können begleitende Therapien (wie die gezielte Einnahme von Abführmitteln) die Verstopfungssymptome zwar lindern, aber nicht zum Abklingen bringen.

Vorbeugen

Einer Verstopfung (Obstipation) können Sie nur bedingt vorbeugen. Grundsätzlich gelten zwar eine ballaststoffreiche Kost – zum Beispiel mit Vollkornbrot, Datteln, Pflaumen, Feigen und anderen Früchte- und Gemüsesorten – sowie viel Bewegung und ausreichend Flüssigkeit als empfehlenswert, sicher verhindern können Sie Verdauungsprobleme dadurch jedoch nicht!


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