Verstopfung (Obstipation): Symptome

Veröffentlicht von: Till von Bracht (22. Dezember 2015)

Die Symptome einer Verstopfung (Obstipation) sind vielfältig und können von Mensch zu Mensch variieren. Das typischeste aller Symptome ist der dauerhaft harte Stuhl, der sich in vielen Fällen nur durch starkes und unter Umständen schmerzhaftes Pressen entleeren lässt.

Die Häufigkeit des Stuhlgangs ist bei einer Obstipation herabgesetzt.

Als Faustregel gilt: Weniger als drei Stuhlgänge pro Woche deuten auf eine Verstopfung hin.

Über diese Symptome hinaus besteht bei vielen Betroffenen ein ständiges Völlegefühl. Andere haben das Gefühl, ihr Enddarm sei blockiert, und sind häufig unfähig, den Stuhl zu entleeren. Im Extremfall müssen sie die Finger zur Hilfe nehmen, um sich entleeren zu können.

Auch Bauchschmerzen und Blähungen können mit der Verstopfung einhergehen.

Viele Menschen mit chronischer Verstopfung fühlen sich in ihrer Lebensqualität (teilweise sehr stark) beeinträchtigt. Gesundheitlich sind bestimmte mit der Verstopfung verbundene Symptome – wie eine herabgesetzte Häufigkeit der Stuhlgänge – allerdings nicht zwangsläufig problematisch.

Wer unter einer Verstopfung leidet, ist dennoch oft beunruhigt: Schadet die längere Verweildauer des Stuhls meinem Körper? Kann das den Körper vielleicht sogar vergiften? Die Sorge ist jedoch unbegründet! Wenn der Stuhl zu lange im Körper bleibt, bilden sich keine gefährlichen Giftstoffe.

Vorsicht ist geboten, wenn bei einer Verstopfung folgende Symptome begleitend auftreten:

Entstehen bei einer Obstipation derartige Symptome, sollten Sie sofort zum Arzt gehen.


Verstopfung bei Kindern

Für eine Verstopfung (Obstipation) bei Kindern gelten im Hinblick auf die Symptome andere Faustregeln: So muss beispielsweise ein gestilltes Baby nicht unbedingt eine Verstopfung haben, wenn es drei bis vier Tage lang keinen Stuhl in die Windel entleert. Als Faustregel für die Häufigkeit der Verdauung bei Säuglingen gilt: Fünfmal am Tag oder einmal alle fünf Tage ist normal.

Die Umstellung auf Breinahrung führt zu einem festeren Stuhl mit veränderter Farbe und meist starkem Geruch. Zudem nimmt die Häufigkeit der Stuhlentleerung ab. Dies ist kein Anzeichen für eine Verstopfung, sondern bei Kindern nach der Nahrungsumstellung ganz normal. Mögliche Symptome einer Obstipation bei den Kindern ist dann sehr seltener (einmal wöchentlich) und zudem harter und trockener Stuhlgang.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst