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Vermännlichung (Androgenisierung)

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(Stand: 15. April 2008)

Als Vermännlichung (Androgenisierung) werden typisch männliche Veränderungen bei einer Frau als Folge einer vermehrten Wirkung von männlichen Hormonen (Androgenen) bezeichnet.

Die Ursachen einer Vermännlichung können vielfältig sein, zum Beispiel hormonproduzierende Tumoren, Enzymdefekte oder die Einnahme androgenhaltiger Präparate (Anabolika).

Die auftretenden Beschweren bei einer Vermännlichung werden auch als Virilisierung bezeichnet. Dazu zählen beispielsweise ein männlicher Behaarungstyps oder eine tiefere Stimme. Für die Diagnose wegweisend sind, neben der Befragung und Untersuchung der Betroffenen, die Bestimmung der Hormonwerte im Blut und bildgebende Verfahren. Die Therapie orientiert sich an der zugrunde liegenden Ursache und dem Schweregrad der Veränderungen. Neben einer operativen Entfernung hormonproduzierender Tumoren werden häufig Hormone eingesetzt, welche die Bildung oder die Wirkung der Androgene hemmen. Da es sich meist um langwierige Krankheitsverläufe handelt, muss die Therapie über Jahre fortgesetzt werden.

Weiterlesen: Vermännlichung: Definition

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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