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Vermännlichung (Androgenisierung)

Vermännlichung (Androgenisierung): Symptome

Stand: 6. Juli 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine Vermännlichung (Androgenisierung) wirkt sich vorwiegend auf körperliche Merkmale aus. Weitere Symptome können sich aber auch in stärkeren Aggressionen und einem stärkeren sexuellen Trieb äußern.

Durch den verstärkten Einfluss männlicher Hormone bilden sich bei Frauen in unterschiedlichem Maße männliche sekundäre Geschlechtsmerkmale aus:

  • Verstärkte Behaarung (Hirsutismus): Beim Hirsutismus nimmt die Körper- und Gesichtsbehaarung bei Frauen zu einem männlichen Behaarungstyp hin zu. Dabei wachsen nicht vorrangig neue Haare, sondern das unauffällige, feine Flaumhaar wird in das wesentlich dickere und längere, häufig dunklere Terminalhaar umgewandelt.
  • Alopezie: Alopezie ist krankhafter Haarausfall. Bei einer Vermännlichung entsteht bei Frauen, neben einem diffusen Haarausfall im Scheitelbereich, ein für Männer typisches Haarausfallsmuster – sog. Geheimratsecken und Mönchstonsur.
  • Seborrhö und Akne: Seborrhö ist die gesteigerte Talgabsonderung aus den Talgdrüsen der Haut. Häufig kommt es dabei auch zu einer Akne. Die Akne ist eine hormonabhängige Erkrankung der Haut, bei der sich Pickel, Knötchen oder Abszesse bilden. Sie kann vielfältige Ursachen haben. Sowohl die Menge als auch die Qualität des Talgdrüsensekrets werden von verschiedenen Hormonen, darunter auch Androgene, gesteuert.
  • Vergrößerung der Klitoris: Die Klitoris ist das mit Nerven und Blutgefäßen reich versorgte erektile Sexualorgan der Frau. Liegt eine Androgenisierung vor, kann sich die Klitoris unter dem verstärkten Einfluss von Androgenen vergrößern (Klitorishypertrophie). Diese Veränderung wurde vor allem bei Sportlerinnen beobachtet, die mit Hormonpräparaten zur Leistungssteigerung gedopt worden sind.
  • Tieferwerden der Stimme: Wenn Androgene verstärkt auf den Kehlkopf und die Stimmbänder einwirken, kann die Stimme tiefer werden. Den gegenteiligen Effekt erzielte man früher bei Männern, indem man durch Kastration, also die Beseitigung der Androgenwirkung durch Entfernung der Hoden, bei Sängerknaben vor der Pubertät den Stimmbruch verhinderte und so die hohen Stimmen erhielt.
  • Zunahme der Muskelmasse: Die muskelaufbauende Wirkung der Androgene ist durch den Einsatz von Anabolika als Dopingmittel im Sport bekannt geworden.

Bei einer Vermännlichung können sich außerdem infolge der verstärkten Androgenwirkung die weiblichen Geschlechtsmerkmale zurückbilden:

Weiterlesen: Vermännlichung (Androgenisierung): Diagnose

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