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Vermännlichung (Androgenisierung)

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Vermännlichung: Symptome

(Stand: 15. April 2008)

Die Vermännlichung (Androgenisierung) betrifft vorwiegend körperliche Merkmale. Sie kann sich aber auch in einem veränderten Verhalten (Aggressionen, sexueller Trieb) äußern.

Wegen der gesteigerten Androgenwirkung bilden sich bei Frauen in unterschiedlichem Maße männliche sekundäre Geschlechtsmerkmale aus:

  • Hirsutismus: Beim Hirsutismus nimmt die Körper- und Gesichtsbehaarung bei Frauen zu einem männlichen Behaarungstyp hin zu. Dabei wachsen nicht vorrangig neue Haare, sondern das unauffällige, feine Flaumhaar wird in das wesentlich dickere und längere, häufig dunklere Terminalhaar umgewandelt.
  • Alopezie: Alopezie ist krankhafter Haarausfall. Bei einer Vermännlichung entsteht bei Frauen, neben einem diffusen Haarausfall im Scheitelbereich, ein für Männer typisches Haarausfallsmuster an den so genannten Geheimratsecken und der Mönchstonsur.
  • Seborrhoe und Akne: Seborrhoe ist die gesteigerte Talgabsonderung aus den Talgdrüsen der Haut. Häufig kommt es dabei auch zu einer Akne. Die Akne ist eine hormonabhängige Erkrankung der Haut, bei der sich Pickel, Knötchen oder Abszesse bilden. Sie kann vielfältige Ursachen haben. Sowohl die Menge als auch die Qualität des Talgdrüsensekrets werden von verschiedenen Hormonen, darunter auch Androgene, gesteuert.
  • Hypertrophie der Klitoris: Die Klitoris ist das mit Nerven und Blutgefäßen reich versorgte erektile Sexualorgan der Frau. Unter dem verstärkten Einfluss von Androgenen kann sich die Klitoris vergrößern (Klitorishypertrophie). Diese Veränderung wurde vor allem bei Sportlerinnen beobachtet, die mit Hormonpräparaten zur Leistungssteigerung gedopt worden sind.
  • Tieferwerden der Stimme: Wenn Androgene verstärkt auf den Kehlkopf und die Stimmbänder einwirken, kann die Stimme tiefer werden. Den gegenteiligen Effekt erzielte man früher, indem man durch Kastration, also die Beseitigung der Androgenwirkung durch Entfernung der Hoden, bei Sängerknaben vor der Pubertät den Stimmbruch verhinderte und so die hohen Stimmen erhielt.
  • Zunahme der Muskelmasse: Die muskelaufbauende Wirkung der Androgene ist durch den Einsatz als Anabolika/Dopingmittel im Sport bekannt geworden.

Außerdem können sich bei einer Vermännlichung infolge der verstärkten Androgenwirkung die weiblichen Geschlechtsmerkmale zurückbilden (Rückbildung der Brüste, Störungen des Menstruationszyklus, Unfruchtbarkeit).

Weiterlesen: Vermännlichung: Diagnose

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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