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Stand: 29. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine mittelschwere bis schwere Verbrennung beziehungsweise Verbrühung erfordert eine Behandlung im Krankenhaus. Für alle Verbrühungen und Verbrennungen gelten Therapiekriterien, die sich nach der Tiefe und dem Ausmaß der Verbrennung richten. Allgemeine Grundsätze der Behandlung sind: Eine ausreichende Schmerztherapie ist notwendig, Flüssigkeit muss vermehrt zugeführt werden und ein intakter Tetanus-Impfschutz ist wichtig. Eine kleinere Verbrennung kann ein Arzt in jeder chirurgischen Einrichtung behandeln.
In folgenden Fällen von Verbrennungen oder Verbrühungen ist es notwendig, Betroffene in ein Zentrum für Schwerbrandverletzte einzuweisen:
Bei einer Verbrennung ersten Grades beschränkt sich die Behandlung darauf, eine Salbe aufzutragen welche die Heilung fördert. Die Wunde verschwindet in der Regel ohne Narbenbildung. Es sind keine Folgeschäden zu erwarten.
Die Ziele einer Therapie bei einer Verbrennung vom Grad 2a sind:
Heilen Wunden nicht spätestens nach 21 Tagen ab oder sind vor allem tiefere Hautschichten wie Dermis oder Subkutis geschädigt, sollte ein Arzt die verbrannten Hautareale operativ versorgen. Damit lässt sich meist vermeiden, dass sich Narben bilden. Dazu ist eine stationäre Behandlung notwendig. Bei einer schweren Verbrennung, vor allem bei größeren Hautflächen, müssen die Betroffenen unter Umständen in ein künstliches Koma versetzt werden. Großflächige Verbrennungen dritten und vierten Grades erfordern eine lange intensivmedizinische Betreuung. Auf die Versorgung von schweren Verbrennungen und Verbrühungen sind Spezialkliniken eingerichtet.
Hautverpflanzungen, die oftmals in Etappen erfolgen, dienen dem Wundverschluss. Die dazu notwendige Haut wird beim Betroffenen selbst als äußerst dünne Schicht entnommen und auf der verletzten Stelle aufgetragen. Ähnlich einer Schürfwunde heilt die operierte Haut in 10 bis 14 Tagen von selbst ab.
Ist die Verbrennung sehr großflächig und stehen nicht genügend Eigenhaut-Spenderareale zur Verfügung, können Hautzellen gezüchtet werden (Keratinozyten-Transplantate). Zu diesem Zweck entnimmt der Arzt dem Betroffenen ein kleines Stück Haut, aus dem sich durch spezielle Verfahren Hautzellkulturen züchten lassen. Bis zur möglichen Transplantation vergehen jedoch mindestens 18 bis 21 Tage. In der Zwischenzeit ist es notwendig, die Wundflächen mit anderen Materialien abzudecken.
Bei einer kleineren Verbrennung verschließt sich die Wunde unter idealen Bedingungen nach einer Hauttransplantation in 14 bis 21 Tagen. Bei ausgeprägten Verbrennungen dagegen dauert die Behandlung oft Wochen bis Monate.
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