Unterkühlung (Hypothermie) und Erfrierungen

Unbedingt zu vermeiden

Stand: 25. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Unterkühlung (Hypothermie) oder bei Erfrierungen ist Folgendes bei der Therapie unbedingt zu vermeiden:

  • Einreiben mit Schnee und Massieren: Dies führt zu schwersten Gewebeschäden und zum Herz-Kreislauf-Kollaps, da sich das kalte Blut durch den gesamten Körper verteilt.
  • Erwärmung durch Anhauchen: Dabei entsteht Verdunstungskälte, die eine Erfrierung nur noch fördert.
  • Rauchen: Zigarettenkonsum verengt die Blutgefäße und verschlimmert dadurch die infolge der Hypothermie entstandene Mangeldurchblutung.
  • Wärmezufuhr von außen: Die Wärmezuführung von außen (z.B. durch ein Bad) kann zu einem Wiedererwärmungsschock führen, denn wenn sich Gefäße in den vom Rumpf entfernten Körperteilen infolge der Wärme eröffnen, gelangt kaltes Blut in die zentralen und lebenswichtigen Körperregionen. Dadurch fällt die Temperatur um etwa ein halbes bis ein Grad Celsius ab. Der erneute Abfall der Kerntemperatur sowie die blutchemischen Veränderungen lösen Störungen im Reizleitungssystem des Herzens aus, die tödlich enden können ( Herz-Kreislauf- und Atemstillstand).
  • Erschütterungen: Bei der Rettung von Menschen mit Unterkühlung aus dem Gefahrenbereich ist es unbedingt zu vermeiden, ihre Körper in ihrer Lage zu verändern oder zu erschüttern, da die Gefahr des Bergungstods durch Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern) besteht.

Weiterlesen: Unterkühlung (Hypothermie) und Erfrierungen: Therapie – Ärztliche/klinische Behandlung

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