Unterkühlung (Hypothermie) und Erfrierungen

Unterkühlung (Hypothermie) und Erfrierungen: Diagnose

Stand: 25. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Hypothermie (Unterkühlung)

Bei einer Unterkühlung (Hypothermie) erfolgt die Diagnose durch folgende Maßnahmen:

  • Messung der Körperkerntemperatur: Sind die Betroffenen bewusstlos, kann die (im Enddarm über dem Darmausgang oder in der Mundhöhle) gemessene Körpertemperatur auf die Phase der Hypothermie hinweisen. Man unterscheidet folgende Hypothermie-Stadien:
    • Körperkerntemperatur 34 bis 37 Grad Celsius = aktive Phase der Unterkühlung: Diese milde Hypothermie führt zu Zittern, Frösteln, tiefer Atmung, schnellem Herzschlag, blasser Haut.
    • Körperkerntemperatur 30 bis 34 Grad Celsius = Erschöpfungsstadium der Unterkühlung: Die Betroffenen sind schläfrig und teilnahmslos, haben einen langsamen Puls, niedrigen Blutdruck, blaugraue Haut.
    • Körperkerntemperatur unter 30 Grad Celsius = schwere Hypothermie im sogenannten Lähmungsstadium: Die Betroffenen sind bewusstlos, ihre Atmung ist flach und ihr Herzschlag unrhythmisch; Atemstillstand und Herz-Kreislauf-Stillstand sind möglich.
  • Beobachtung der Bewusstseinslage: Extreme Müdigkeit bis zur unüberwindlichen Schlafsucht, zunehmende Verwirrtheit und verminderte und unkoordinierte Muskeltätigkeit weisen auf eine Unterkühlung hin.
  • EKG: Eine elektromyographische Ableitung der Reizleitung am Herzen gibt bei der Diagnose Auskunft über Störungen der Reizleitung.
  • Analyse der Blutgase: Durch Messung von Sauerstoffgehalt und pH-Wert des Bluts kann der Arzt bei der Diagnose die aktuelle Stoffwechsellage des Körpers prüfen und eventuelle Verschiebungen im Ionenhaushalt feststellen.

Erfrierungen

Bei Erfrierungen stellt der Arzt die Diagnose nach einer Befragung der Betroffenen (Anamnese) und anhand der jeweiligen Symptome, wie zum Beispiel Verfärbungen der Haut, Blasenbildung, Schwellungen und Schmerzen.

Weiterlesen: Unterkühlung (Hypothermie) und Erfrierungen: Therapie

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