Startseite > Krankheiten > Unterkühlung (Hypothermie) und Erfrierungen > Definition
Stand: 25. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Es passiert immer wieder, dass man erfrorene Menschen auffindet, die teilweise oder auch ganz entkleidet sind. Natürlich liegt dann sofort die Vermutung nahe, dass ein Verbrechen – besonders ein Sexualverbrechen – vorliegt. In einer Reihe von Fällen hat es sich jedoch gezeigt, dass Menschen mit starker Unterkühlung (Hypothermie) derartige als Kälteidiotie bezeichnete Handlungen selber vornehmen.
Dieses sehr merkwürdige Verhalten ist nicht eindeutig erklärbar. Womöglich führen bestimmte durch den Kälteschock freigesetzte Substanzen im Gehirn zu derartigen Verhaltensweisen. Ein anderer möglicher Grund für die Kälteidiotie infolge einer Hypothermie ist eine Fehlreaktion der Wärmeregulierung, durch die eine krankhafte Überwärmung (pathologische Hyperthermie) entsteht. Aufgrund des dabei auftretenden extremen Hitzegefühls entledigen sich die Betroffenen dann ihrer Kleider, um sich vermeintlich abzukühlen.
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