Turner-Syndrom (Ullrich-Turner-Syndrom): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Januar 2016)

Beim Turner-Syndrom (Ullrich-Turner-Syndrom) beginnt die Therapie etwa ab dem sechsten Lebensjahr: Zunächst kommen Wachstumshormone zum Einsatz, um dem Minderwuchs der betroffenen Mädchen entgegenzuwirken.

Wie die Mädchen auf diese Behandlung ansprechen, ist jedoch von Fall zu Fall sehr unterschiedlich: Nicht immer führen die Wachstumshormone beim Turner-Syndrom zum gewünschten Erfolg.

Ab dem zwölften Lebensjahr erhalten die Mädchen weibliche Geschlechtshormone: Diese Hormonbehandlung dient dazu, die beim Ullrich-Turner-Syndrom typischerweise ausbleibende Pubertät einzuleiten. Die Hormone bewirken, dass:

Die mit dem Turner-Syndrom verbundene Unfruchtbarkeit bleibt allerdings trotz der verabreichten Geschlechtshormone bestehen, da die Eierstöcke der Mädchen nicht ausreichend ausgebildet sind.

Wenn beim Turner-Syndrom Ödeme vorliegen, sind zu deren Therapie Lymphdrainagen sinnvoll. Durch das Ullrich-Turner-Syndrom verursachte Herzfehler oder Fehlbildungen der Nieren machen gegebenenfalls eine Operation erforderlich.

Für heranwachsende Mädchen mit Turner-Syndrom und deren Eltern ist es hilfreich, sich mit einer begleitenden Psychotherapie unterstützen zu lassen. Selbsthilfegruppen bieten die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, Informationen zu erhalten und den richtigen Umgang mit dem Syndrom zu erlernen.


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