Ulcus molle (weicher Schanker): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. Januar 2016)

Beim Ulcus molle (weicher Schanker) kommen zur Therapie  Antibiotika zum Einsatz, um die ursächlichen Bakterien gezielt zu bekämpfen. Besonders erfolgreich ist eine siebentägige Behandlung mit Erythromycin oder alternativ eine dreitägige Therapie mit Ciprofloxacin.

Das für Ulcus molle verantwortliche Bakterium Haemophilus ducreyi kann eine Widerstandsfähigkeit (sog. Resistenz) gegen Antibiotika ausbilden: Gegen PenicillineSulfonamide und Tetrazykline ist es bereits resistent. Darum sind diese Antibiotika nicht mehr gegen weichen Schanker wirksam.

Bei Ulcus molle ist es neben der Antibiotika-Therapie wichtig, aufgebrochene Geschwüre regelmäßig mit Wasser und Seife zu säubern und trocken zu halten. Ist ein weicher Schanker mit einer eitrigen Entzündung der Lymphknoten verbunden, kann die Behandlung zusätzlich in einer Punktion und Eiterentleerung bestehen: Dann spaltet der Arzt den entzündlich geschwollenen Lymphknoten (sog. Bubo) und saugt die darin enthaltene Flüssigkeit ab.

Ulcus molle ist eine sehr ansteckende Geschlechtskrankheit. Damit die Therapie Erfolg hat und um zu verhindern, dass sich weicher Schanker ausbreitet oder Sie sich erneut anstecken, ist es daher wichtig, Ihre(n) Sexualpartner(in) immer mitzubehandeln!


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