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Ulcus molle (weicher Schanker)

Ulcus molle (weicher Schanker): Therapie

Stand: 31. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Beim Ulcus molle (weicher Schanker) kommen zur Therapie Antibiotika zum Einsatz, mit denen sich die ursächlichen Bakterien gezielt bekämpfen lassen. Besonders erfolgreich ist eine siebentägige Behandlung mit Erythromycin oder alternativ eine dreitägige Therapie mit Ciprofloxacin. Da das für Ulcus molle verantwortliche Bakterium Haemophilus ducreyi eine Widerstandsfähigkeit (Resistenz) ausbilden und weitergeben kann und mittlerweile gegen Penizillin, Sulfonamide und Tetrazykline resistent ist, sind diese Antibiotika zur Ulcus-molle-Behandlung nicht mehr geeignet.

Neben der Antibiotika-Therapie ist es bei Ulcus molle wichtig, aufgebrochene Geschwüre regelmäßig mit Wasser und Seife zu säubern und trocken zu halten. Besteht gleichzeitig eine eitrige Entzündung der Lymphknoten, kann die Behandlung zusätzlich in einer Punktion und Eiterentleerung bestehen: Dann spaltet der Arzt den entzündlich geschwollenen Lymphknoten (sog. Bubo) und saugt die darin enthaltene Flüssigkeit ab.

Weicher Schanker ist eine sehr ansteckende Geschlechtskrankheit. Um eine erfolgreiche Therapie des Ulcus molle zu erzielen und eine Ausbreitung oder erneute Ansteckung zu verhindern, ist es daher empfehlenswert, Sexualpartner immer mitzubehandeln.

Weiterlesen: Ulcus molle (weicher Schanker): Verlauf

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