Übersäuerung (Azidose): mögliche Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Januar 2016)

Die mit einer Übersäuerung (Azidose) verbundenen Symptome können sehr unterschiedlich ausfallen. Wie sich die Übersäuerung des Körpers bemerkbar macht, hängt davon ab, warum das Säure-Basen-Gleichgewicht gestört ist.

Die häufigere atmungsbedingte Übersäuerung des Körpers (sog. respiratorische Azidose) ist immer mit einer sogenannten Hypoxie verbunden – das bedeutet: Das Körpergewebe ist infolge der verminderten Atmung ganz oder teils mit Sauerstoff unterversorgt. Kennzeichnend hierfür sind Atemnot und blau gefärbte Lippen. Darüber hinaus kann eine respiratorische Übersäuerung Symptome auslösen, die von Schwäche über Desorientiertheit bis hin zum Koma reichen. Da die Nieren versuchen, die Übersäuerung auszugleichen, ist zudem eine vermehrte Wasserausscheidung typisch.

Die seltenere stoffwechselbedingte Übersäuerung (sog. metabolische Azidose) löst andere Symptome aus. Typischerweise tritt eine verstärkte Atmung (bzw. Hyperventilation) auf, die ungewöhnlich tief ist: die sogenannte Kußmaulatmung (benannt nach dem Arzt Adolf Kußmaul). Hierdurch versucht der Körper, mehr saures Kohlendioxid auszuatmen. Ist ein Diabetes mellitus dafür verantwortlich, dass der Körper übersäuert ist, kann außerdem der Atem der Betroffenen nach Azeton riechen.

Darüber hinaus wirkt sich jede akute Azidose auch auf das Herz und die Blutgefäße aus: Ist der Körper übersäuert, sinkt die Herzleistung und erweitern sich die peripheren (d.h. von der Körpermitte entfernten) Gefäße. Demnach sind bei einer Übersäuerung folgende weitere Symptome möglich:


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