Übersäuerung (Azidose): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Januar 2016)

Bei einer akuten Übersäuerung (Azidose) gelingt die Diagnose mithilfe einer Blutgasanalyse: Hierbei misst der Arzt den pH-Wert und den Säure-Basen-Haushalt des Blutes sowie die Gasverteilung von Sauerstoff und Kohlendioxid.

Ob die Übersäuerung des Körpers atmungsbedingt ist (also z.B. durch eine Lungenerkrankung, eingeschränkte Atmung infolge eines Rippenbruchs oder Lähmung des Atemzentrums im Gehirn entstanden ist) oder ob der Körper stoffwechselbedingt übersäuert ist (wie z.B. eine Azidose bei Diabetes mellitus, Nierenversagen oder Durchfall), zeigen die Bikarbonatwerte und der Kohlendioxid-Partialdruck im Blut:

  • Ein hoher Kohlendioxid-Partialdruck weist auf eine atmungsbedingte Übersäuerung (bzw. respiratorische Azidose) hin,
  • niedrige Bikarbonatwerte weisen auf eine stoffwechselbedingte Übersäuerung (bzw. metabolische Azidose) hin.

Außerdem stehen Teststreifen zur Verfügung, die jedoch nur bei Verdacht auf eine chronische Übersäuerung des Gewebes zur Diagnose zum Einsatz kommen: Mit diesen Teststreifen kann man den pH-Wert im Urin messen.


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