Übersäuerung (Azidose): Was ist das?

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Januar 2016)

Eine Übersäuerung (Azidose) besteht per Definition, wenn der Säure-Basen-Haushalt des Körpers so gestört ist, dass der pH-Wert im Blut unter 7,36 sinkt.

Das Gegenstück zur Übersäuerung beziehungsweise Azidose bildet die sogenannte Alkalose, bei welcher der pH-Wert im Blut über 7,44 liegt.

Um zu funktionieren, benötigt der Körper Energie, die er über die Nahrung erhält. Verschiedene Stoffwechselvorgänge machen die Energie für Muskeln und Organe nutzbar. Im Laufe des Stoffwechsels fallen Abfallprodukte an, die der Körper über Nieren, Leber, Haut, Lunge und Darm ausscheidet. Auch wenn diese Abfallprodukte sauer oder basisch sind, liegt normalerweise im Blut ein mehr oder weniger gleichbleibender pH-Wert zwischen 7,36 und 7,44 vor: Dafür sorgen verschiedene Puffersysteme, die – wenn im Körper plötzlich Säuren oder Basen anfallen – den Säure-Basen-Haushalt ausgleichen und so die Entstehung einer Azidose oder Alkalose verhindern:

  • chemische Pufferung
  • Ausgleich durch die Atmung (sog. respiratorische Kompensation)
  • Ausgleich durch die Nieren (sog. renale Kompensation)

Saure Stoffwechselabfallprodukte scheidet der Körper über die Niere oder durch Abatmung aus. Ist diese Regulierung (z.B. infolge einer Lungen- oder Nierenfunktionsstörung) gestört, entsteht ein Säureüberschuss beziehungsweise einer Übersäuerung im Körper.


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