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Schlafapnoe (Schlafapnoesyndrom)

Schlafapnoe: Ursachen

Stand: 11. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Für eine Schlafapnoe (Schlafapnoesyndrom) werden zwei Ursachen diskutiert. Am häufigsten ist das sogenannte obstruktive Schlafapnoesyndrom in mehr als 90 Prozent der Fälle, bei dem durch Erschlaffung der Schlundmuskulatur im Schlaf die Atemwege verlegt werden. Beim Verschluss der Atemwege kommt es zum Sauerstoffmangel und Kohlendioxidanstieg mit deutlich verlangsamter Pulsfrequenz. Der CO2-Anstieg führt im Gehirn zu gesteigertem Atemantrieb und damit zur Hyperventilation sowie zur Öffnung der Atemwege mit gleichzeitiger Steigerung der Herzfrequenz. Begünstigt wird die obstruktive Schlafapnoe durch starkes Übergewicht, Nasenpolypen, vergrößerte Rachenmandeln und Rückenlage. Auch ein nach hinten fallender Unterkiefer im Schlaf fördert die Erkrankung.

Bei gleichzeitigem Vorliegen von Fettleibigkeit (Adipositas), Schlafapnoe und Cor pulmonale spricht man vom sogenannten Pickwick-Syndrom, benannt nach der Figur Little Joe in Charles Dickens' Roman "Die Pickwicker".

In weniger als zehn Prozent der Fälle liegt keine Verlegung der Atemwege vor sondern eine sogenannte zentrale Schlafapnoe. Bei ihr ist die Atemmuskulatur aufgrund fehlender Stimulierbarkeit der Rezeptoren zeitweise funktionsuntüchtig. Auch bei chronischen Lungenkrankheiten kann eine Schlafapnoe als sogenannte sekundäre alveoläre Hypoventilation auftreten: In den Lungenbläschen (Alveolen) herrscht dann ein chronischer Sauerstoffmangel.

Weiterlesen: Schlafapnoe: Symptome

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