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Stand: 18. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Zum Teil treten Gallensteine innerhalb einer Familie häufiger auf. Dies spricht dafür, dass erbliche Faktoren bei Gallensteinen als Ursachen eine Rolle spielen. Grund sind Veränderungen in bestimmten Genen, die dazu führen, dass häufiger Cholesterinsteine entstehen. Auch Menschen mit genetisch bedingten Fettstoffwechselstörungen, bei denen der Körper neben dem Cholesterin in der Nahrung zu viel eigenes Cholesterin bildet, haben ein erhöhtes Risiko, Gallensteine zu entwickeln.
Frauen sind etwa doppelt bis dreimal so häufig betroffen wie Männer. Zusätzlich steigt das Risiko für Frauen, Gallensteine zu entwickeln, unter anderem mit der Anzahl der Schwangerschaften. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit der Einnahme von Östrogenen nach den Wechseljahren oder in Form einer Antibabypille. In der Schwangerschaft bilden sich bei etwa fünf Prozent der Frauen Gallensteine. Sie führen aber nur bei rund einem Prozent zu Beschwerden.
Mit höherem Lebensalter nimmt die Häufigkeit von Gallensteinen zu. So treten bei etwa 50 Prozent der 70-jährigen Frauen Gallensteine auf. Die Neuerkrankungen liegen bei über 40-Jährigen bei etwa 2,5 bis 4 Prozent pro Jahr. Gallensteine wachsen pro Jahr ungefähr 2,6 Millimeter. Da Beschwerden in der Regel erst bei größeren Steinen auftreten, dauert es meistens zehn Jahre oder mehr, bis Gallensteine Symptome verursachen.
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