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Stand: 18. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Gallenblase (Vesica biliaris) ist ein birnenförmiger Sack. Sie gehört zu den außerhalb der Leber gelegenen (extrahepatischen) Gallenwegen, welche die Leber mit dem Zwölffingerdarm verbinden. Aus der Leber kommend vereinigen sich der rechte und der linke Lebergallengang zu einem gemeinsamen Lebergallengang (Ductus hepaticus communis). Die Gallenblase liegt an der Unterseite der Leber. Ihr Ausgang, der Gallenblasengang (Ductus cysticus), verbindet die Gallenblase mit dem gemeinsamen Lebergallengang. Durch diesen Zusammenschluss von Lebergallengang und Gallenblasengang entsteht der Hauptgallengang (Ductus choledochus), der schließlich gemeinsam mit dem Gang der Bauchspeicheldrüse in den Zwölffingerdarm mündet.
Die Leber bildet täglich etwa 500 bis 1000 Milliliter gelbe Lebergalle, die in der Gallenblase zur grünlichen Blasengalle eingedickt wird. Die Hauptbestandteile der Galle sind:
Die Gallenflüssigkeit unterstützt mit ihren Inhaltsstoffen die Fettverdauung. Außerdem ist sie daran beteiligt, Abfallprodukte des Körpers zu beseitigen.
Die Gallenblase ist eine Art Speicher für die in der Leber gebildete Galle. Sie fasst durchschnittlich 50 Milliliter Gallenflüssigkeit. Durch Wasserentzug wird die Galle in der Gallenblase eingedickt. Wenn wir etwas essen, zieht sich die Gallenblasenmuskulatur zusammen und gibt dadurch die Gallenflüssigkeit über den Gallenblasengang in den Zwölffingerdarm ab. Die Gallensäuren aus der Gallenflüssigkeit durchlaufen den sogenannten enterohepatischen Kreislauf: Der Großteil gelangt aus dem Darm wieder zurück in die Leber und kann dort erneut zur Gallenproduktion genutzt werden.
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