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Stand: 16. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Beim LADA (latent autoimmune diabetes with adult onset) handelt es sich um eine Sonderform des Typ-1-Diabetes, die erst im Erwachsenenalter auftritt. Ähnlich wie beim Diabetes mellitus Typ 1 besteht ein absoluter Insulinmangel, das heißt, die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse produzieren gar kein oder nicht mehr ausreichend Insulin. Zudem befinden sich bei einem LADA Antikörper im Blut, die belegen, dass das Immunsystem die Inselzellen angreift. Viele Betroffene sind zunächst – wie bei einem Typ-2-Diabetes – nicht auf Insulin von außen angewiesen. Tritt ein Insulinmangel-Diabetes vor dem 25. Lebensjahr bei erwachsenen Personen auf, die nicht übergewichtig sind und keine starke familiäre Diabetesbelastung aufweisen, handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein LADA. Wenn der Betroffene stark übergewichtig ist, kann es sich auch um einen der immer häufiger vorkommenden frühzeitig auftretenden Typ-2-Diabetesfälle handeln.
Der MODY (maturity onset diabetes of the young) ist eine Sonderform des Diabetes mellitus, die auf einem genetischen Defekt der insulinproduzierenden Inselzellen beruht. Die Erkrankung tritt im Kindes- oder frühen Erwachsenenalter bei Normalgewichtigen auf und betrifft etwa ein Prozent aller Diabetiker. Bisher sind sechs MODY-Typen mit unterschiedlichem Verlauf bekannt. Bei Verdacht auf MODY-Diabetes kann die Diagnose durch eine genetische Untersuchung gesichert werden.
Diabetes mellitus kann auch entstehen, wenn die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) geschädigt ist (sog. pankreopriver Diabetes). Fällt das Organ in seiner Funktion teilweise oder vollständig aus, produziert es nicht mehr ausreichend Insulin. In einem solchen Fall ist eine Behandlung mit Insulin unumgänglich.
Ursachen für einen kompletten Ausfall der Bauchspeicheldrüse können sein:
Erhöhte Blutzuckerspiegel während der Schwangerschaft bezeichnet man als Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes). 3 Prozent aller Schwangeren erkranken daran. Meistens bildet sich diese Form des Diabetes mellitus nach der Geburt wieder zurück. Betroffene Frauen haben allerdings ein Risiko von mehr als 50 Prozent, in den darauf folgenden 10 Jahren an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken. Das Risiko, in der nächsten Schwangerschaft wieder einen Diabetes zu entwickeln, liegt bei etwa 50 Prozent.
Erhöhte Blutzuckerwerte in der Schwangerschaft können beim Kind zu Großwuchs und Fehlbildungen führen und erhöhen die Gefahr von Fehlgeburten. Der Arzt muss einen Schwangerschaftsdiabetes daher besonders sorgfältig behandeln, meist mit Insulin.
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