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Stand: 16. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei Verdacht auf Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) kann der Arzt die Diagnose anhand der Blutzuckerwerte stellen. Die Zuckerkonzentration im Urin kann ebenfalls einen Hinweis geben.
Der Blutzucker liegt normalerweise nüchtern unter 90 Milligramm pro Deziliter (mg/dl) im Vollblut beziehungsweise 100 mg/dl im Blutplasma. Er steigt nach dem Essen auf Werte von etwa 140 mg/dl.
Für einen Diabetes mellitus sprechen folgende Werte:
Glukose im Urin (Glukosorie): Glukose im Urin ist ein Hinweis auf die Zuckerkrankheit. Bei einer erhöhten Ausscheidung von Glukose im Harn spricht man von einer Glukosurie. Ab einem Blutzucker von etwa 180 mg/dl wird die sogenannte Nierenschwelle für Glukose überschritten, bei der der Körper beginnt, überschüssige Glukose mit dem Urin auszuscheiden. Bei Schwangeren liegt diese Nierenschwelle etwas niedriger. Der ausgeschiedene Zucker kann mithilfe von Glukose-Teststreifen im Harn nachgewiesen werden. Auch in der Schwangerschaft gesunder Frauen können geringe Mengen Glukose im Urin vorkommen; durch weitere Untersuchungen schließt der Arzt einen Schwangerschaftsdiabetes aus.
Ketonkörper im Urin (Ketonurie): Wenn die Körperzellen aufgrund eines Insulinmangels keinen Zucker verwerten können, decken sie ihren Energiebedarf durch sogenannte Ketonkörper, einem Produkt des Kohlenhydratstoffwechsels in der Leber. Eine erhöhte Konzentration von Ketonkörpern ist ein Warnsignal dafür, dass der Diabetes "entgleist" und es zu einer Übersäuerung des Organisums kommt (sog. Ketoazidose). Der Arzt kann die Ketonkörper mithilfe eines Teststreifens nachweisen (Ketonurie).
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