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Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Diabetes mellitus: Definition

Stand: 16. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Unter dem Begriff Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) werden Störungen des Zuckerstoffwechsels zusammengefasst, die den Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöhen (Hyperglykämie).

Der Zuckerstoffwechsel

Traubenzucker (Glukose) ist einer der wichtigsten Energielieferanten des Körpers. Vor allem das Gehirn ist auf die konstante Zufuhr von Glukose angewiesen, aber auch Muskelzellen und Fettzellen decken so ihren Energiebedarf. Der Körper versucht stets, einen ausreichenden Vorrat an Glukose im Blut bereitzuhalten. Die Konzentration von Zucker im Blut – der Blutzuckerspiegel – schwankt zwar im Tagesverlauf. Bei Gesunden bleibt er dabei aber in einem Bereich von circa 80 bis 120 mg/dl.

Glukose gelangt über die Nahrung ins Blut. Damit die Zellen Zucker aufnehmen und verarbeiten können, ist das Hormon Insulin notwendig. Insulin wird in bestimmten Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet. Nach einer Mahlzeit schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin ins Blut aus. Das Insulin dockt an bestimmten Rezeptoren der Zellen an und sorgt dafür, dass die Zellwände die mit der Nahrung aufgenommene Glukose passieren lassen. Ohne Insulin verbleibt die Glukose im Blut – und kann somit die Zellen auch nicht mit Energie versorgen. In diesem Fall steigt der Blutzuckerspiegel.

Die Zellen, in denen Insulin hergestellt wird, sind die nach ihrem Entdecker Paul Langerhans benannten langerhansschen Inseln (auch Inselzellen oder Beta-Zellen genannt). Sie liegen inselartig gruppiert über die gesamte Bauchspeicheldrüse verteilt. Ein gesunder Erwachsener hat etwa eine Million solcher Inselzellen.

Insulin ist nicht nur für die Verwertung von Glukose von Bedeutung. Es spielt auch für den Fettstoffwechsel eine wichtige Rolle sowie für die Verwertung von Aminosäuren, aus denen sich Eiweiße zusammensetzen.

Weiterlesen: Diabetes mellitus: Definition – Häufigkeit

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