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Stand: 7. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Die Hay'sche Trennkost wurde bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch den amerikanischen Arzt Howard Hay entwickelt. Der eiserne Grundsatz seiner Theorie besteht darin, Kohlenhydrate und Eiweiß getrennt voneinander zu verzehren. Der Körper könne beide Nährstoffe zusammen nicht optimal verdauen und gerate bei gleichzeitiger Aufnahme von Kohlenhydraten und Eiweiß in einen gesundheitsschädlichen Zustand der Übersäuerung. Ernährungsphysiologen haben jedoch nachgewiesen, dass Verdauungsenzyme in Magen und Darm auf eine gleichzeitige Verdauung unterschiedlicher Nährstoffe ausgerichtet sind.
Obwohl die zugrunde liegende Theorien der Trennkost jeder wissenschaftlichen Basis entbehren, spricht der hohe Anteil kalorienarmer Lebensmittel wie Obst und Gemüse für sie. Die Empfehlung, langsam zu essen und gut zu kauen, sorgt für eine ausreichende Sättigung. Vier bis fünf Mahlzeiten täglich sind ebenfalls sinnvoll und versorgen den Körper gleichmäßig mit Energie und Nährstoffen.
Unseriös ist der Anspruch von Hay, mit der Trennkost Krankheiten wie Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus oder Fettstoffwechselstörungen heilen zu können. Eine Trennung der Nährstoffe ist zudem im Alltag schwierig und nicht sinnvoll.
Wer auf eine ausgewogene Ernährung achtet und reichlich Obst, Gemüse und Salat zu sich nimmt und zeitgleich fette Wurst, Zucker, Süßigkeiten und Alkohol meidet, kann einen Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Die Trennkost vernachlässigt darüber hinaus Getreide und Getreideerzeugnisse, die den Körper mit wichtigen Nährstoffen wie B-Vitaminen, Folsäure, Magnesium, Eisen und Selen versorgen. Auch Käse und Seefisch sind wichtige Komponenten, die in der Hay'sche Trennkost zu kurz kommen. Sie führen dem Körper Kalzium, Jod und Omega-3-Fettsäuren zu. Auch wenn die Fleischportionen wie in der Hay'schen Trennkost vorgeschlagen nicht zu groß ausfallen sollten, spielt Fleisch als Eisenlieferant eine wichtige Rolle.
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