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Stand: 7. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Fit for life ist eine Variante der Hay'schen Trennkost. Nach Ansicht des Ehepaars Diamond, den Erfindern der Fit-for-life-Diät, soll der gleichzeitige Verzehr eiweiß- und kohlenhydratreicher Lebensmittel das Gleichgewicht zwischen auf- und abbauendem Stoffwechsel stören – dabei sollen giftige Substanzen entstehen. Mit dem gemischten Verzehr von Lebensmitteln entstünden zudem Verdauungsüberreste, sogenannte Schlacken, deren Abbau die volle Kraft des Körpers beanspruchen. Da eine vollständige Ausscheidung der Schlacken nicht möglich sei, führten diese zu Übergewicht.
Die Diamonds empfehlen, zu 70 Prozent wasser- und vitalstoffreiches Obst und Gemüse zu essen. 30 Prozent der Nahrung soll aus konzentrierten Lebensmitteln wie Brot, Getreide, Fisch und Fleisch bestehen. Milch und Milchprodukte sind verboten, weil sie nach Meinung der Diamonds den Darm verkleben. Als Getränk wird destilliertes Wasser angepriesen.
Die Diamonds gehen davon aus, dass es drei sogenannte Körperzyklen der Verdauung gibt, die ausschlaggebend für die Aufnahme, Ausnutzung und Ausscheidung der Nahrung sind: Essen und Aufschließen der Nahrung von 12 Uhr bis 20 Uhr, Aufnahme und Verwertung der Nahrung von 20 Uhr bis morgens 4 Uhr, Abgabe von Schlacken von morgens 4 Uhr bis mittags 12 Uhr. Diese Zyklen seien bei der Nahrungsaufnahme unbedingt zu berücksichtigen, um Übergewicht zu vermeiden. Dabei ist vor allem wichtig, die Ausscheidungsphase nicht zu stören, damit überflüssige Abfallstoffe entfernt werden.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) warnt vor Fit-for-life. Die Diät entbehre jeder wissenschaftlichen Grundlage und könne zum Mangel an wichtigen Nährstoffen führen. So sei zum Beispiel durch den Verzicht auf Milch und Milchprodukte die Kalziumversorgung gefährdet. Der menschliche Körper benötigt diesen Mineralstoff vor allem für den Aufbau stabiler Knochen und Zähne. Auch eine Schlackenbildung findet aus ernährungsmedizinischer Sicht nicht statt: Der Körper verwertet Stoffwechselprodukte oder scheidet diese aus. Der ausschließliche Genuss von destilliertem Wasser sei zudem nicht zu empfehlen, da es keine lebenswichtigen Mineralstoffe enthalte.
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