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TumorschmerzenForumChronische Schmerzen
Forenexperte: Dr. med. Christoph Wachter
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TumorschmerzenSchmerzen nach BehandlungStand: 27. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Für die Krebstherapie setzen Ärzte aggressive Behandlungen und Medikamente ein, um den Krebs zu zerstören. Nebenwirkungen bleiben daher meist nicht aus, sodass es zu Tumorschmerzen nach Behandlung beziehungsweise im Rahmen der Behandlung kommen kann. Zu den Schmerzen, die nach Behandlung auftreten, gehören auch Narbenschmerzen nach Operationen sowie Schmerzen infolge einer Schädigung von Nerven oder von Schleimhäuten wie etwa eine Entzündung der Mundschleimhaut nach Bestrahlung oder Chemotherapie. Chemotherapie-Medikamente (sog. Zytostatika), die der Erkrankte über die Vene verabreicht (intravenös) bekommt, können an der Einstichstelle schmerzhafte Reizungen verursachen. Schmerzhafte Nebenwirkungen einer Strahlentherapie können unter anderem Hautreizungen und Bauchkrämpfe sein. Indirekte TumorschmerzenDie Begleitumstände einer Krebserkrankung können sogenannte indirekte Tumorschmerzen hervorrufen. So kann es durch Bewegungsmangel und Bettlägerigkeit zu Wundliegen (Dekubitus) oder Durchblutungsstörungen kommen. Auch Muskelverspannungen, Thrombosen und Embolien können Folge von Bettlägerigkeit oder zu wenig Bewegung sein. Durch die Krebstherapie kann zudem das Immunsystem geschwächt sein. Daher können indirekte Tumorschmerzen auch entstehen, wenn der Betroffene an einer Infektion erkrankt. Vom Krebs unabhängige SchmerzenIm Rahmen einer Krebserkrankung können sich außerdem Schmerzen entwickeln, die in keinem Zusammenhang mit dem Krebs stehen (z.B. Migräne oder rheumatische Schmerzen). Es kann mitunter schwierig sein, diese Schmerzen von Tumorschmerzen abzugrenzen. Es ist wichtig, auch die vom Krebs unabhängigen Schmerzen entsprechend zu behandeln und ihre möglichen Ursachen zu beseitigen. Psychisch bedingte SchmerzenZu den Tumorschmerzen gehören auch psychisch bedingte Schmerzen deren Ursachen Ängste oder Depressionen sind, die durch die Krebserkrankung hervorgerufen werden können. Psychisch bedingte und körperliche Schmerzen beeinflussen sich wechselseitig. Das bedeutet, dass die Psyche die Wahrnehmung körperlicher Schmerzen verstärken oder abschwächen kann. Andererseits führen körperliche Schmerzen oft zu einer psychischen Belastung und können Ängste auslösen. PhantomschmerzenUnter dem Begriff Phantomschmerzen verstehen Mediziner Schmerzen, die in einem nicht mehr vorhandenen Körperteil empfunden werden – sich also genau genommen außerhalb des Körpers befinden. Mehr als die Hälfte der Patienten nach einer Arm- oder Beinamputation leiden unter Phantomschmerzen. Aber auch nach Amputationen anderer Körperteile, wie zum Beispiel der Brust bei Brustkrebs oder eines Hodens bei Hodenkrebs, kann es zu Phantomschmerzen kommen. Weiterlesen: Tumorschmerzen: Diagnose Das könnte Sie auch interessieren
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