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Forenexperte: Dr. med. Christoph Wachter
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TumorschmerzenTumorschmerzen: UrsachenStand: 27. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Tumorschmerzen haben verschiedene Ursachen. Folgende Formen von Tumorschmerzen lassen sich unterscheiden. Echte TumorschmerzenEchte Tumorschmerzen entstehen durch den Krebs beziehungsweise den Tumor selbst. Überall im Körper befinden sich sogenannte Schmerzrezeptoren, die Schmerzreize wahrnehmen. Nerven leiten diese Reize weiter ins Gehirn, das sie dann als Schmerz bewusst wahrnimmt. In manchen Fällen gehen die Schmerzen nicht vom Ursprungstumor aus, sondern entstehen, wenn der Tumor gestreut hat. Die Metastasen (Tochtergeschwulste)in anderen Körperregionen können also bei echten Tumorschmerzen ebenfalls die Ursachen sein. Je nachdem, wo der Tumor oder die Metastasen wachsen, unterscheidet man verschiedene durch Krebs verursachte Schmerzen. Knochen- und WeichteilschmerzenBei Knochen- und Weichteilschmerzen entstehen die Tumorschmerzen in Geweben mit einer hohen Dichte an Schmerzrezeptoren (Knochen, Knochenhaut, Haut, Muskulatur). Die Knochen- und Weichteilschmerzen sind in der Regel
Wenn der Tumor die Knochen befällt und zerstört, kann es außerdem zu sogenannten pathologischen Frakturen kommen, das heißt der Knochen bricht bereits bei geringer Belastung. Ist die Wirbelsäule betroffen, kann der Tumor die Nervenwurzeln einklemmen – eine Nervenschädigung gehört bei Tumorschmerzen zu den typischen Ursachen. Viszerale SchmerzenEine weitere Form der Tumorschmerzen sind die viszeralen Schmerzen (lat. viscera = Eingeweide). Sie entstehen, wenn innere Organe von bösartigen Tumoren befallen sind. Die Gewebe innerer Organe enthalten keine Schmerzrezeptoren. Dadurch treten in der Frühphase von beispielsweise Lungenkrebs oder Darmkrebs keine Tumorschmerzen auf. Lediglich die Umhüllung der Organe, beziehungsweise das Bauch- oder Rippenfell, enthalten Schmerzrezeptoren, die vor allem auf Zug oder Dehnung reagieren. Bei viszeralen Tumorschmerzen sind die Ursachen also die Größenzunahme eines Tumors und der dadurch entstehende Druck auf Organe beziehungsweise ihre schmerzempfindlichen Hüllen. Kommt es durch das Wachstum des Tumors zum Verschluss eines Hohlorgans, wie etwa des Harnleiters, kann dies Krämpfe zur Folge haben. Viszerale Schmerzen sind
Sie werden häufig auf die den inneren Organen entsprechenden Hautareale, die sogenannten Head-Zonen, projiziert – das bedeutet, dass die Schmerzen in diesen Arealen wahrgenommen werden, obwohl sie an anderer Stelle entstehen. Nervenschmerzen (neuropathische Schmerzen)Wenn ein Tumor Nerven quetscht (komprimiert) oder zerstört, tritt eine spezielle Form der Tumorschmerzen auf, die sogenannten Nervenschmerzen (neuropathische Schmerzen). Entzündungen oder Druck auf die Nerven (Wachstum des Tumors) sind typische Tumorschmerzen-Ursachen. Aber auch Krebstherapien (Strahlentherapie, Chemotherapie, Operation etc.) können bei Nervenschmerzen die Ursache sein. Nervenschmerzen sind durch ungewöhnliche Empfindungen – schneidende, stechende und häufig anfallsweise auftretende Schmerzen – oder durch Lähmungen der versorgten Muskulatur gekennzeichnet. Weiterlesen: Tumorschmerzen: Ursachen – Schmerzen nach Behandlung Das könnte Sie auch interessieren
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