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Tumorschmerzen

Tumorschmerzen: Therapie

Stand: 27. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei Tumorschmerzen legt der Arzt eine individuelle Therapie fest.

Wie fast alle Medikamente haben auch Schmerzmittel Nebenwirkungen. Das mag ein Grund dafür sein, dass in der Vergangenheit besonders die starken Schmerzmedikamente (Analgetika) zögerlich eingesetzt wurden – beziehungsweise von Patienten oder Angehörigen aus Angst vor Abhängigkeit abgelehnt wurden. Heute ist man sich einig, dass es gerade bei Krebspatienten die Lebensqualität deutlich erhöht, wenn Tumorschmerzen wirksam bekämpft werden und die Therapie im besten Fall sogar völlige Schmerzfreiheit erreicht. Außerdem stehen auch Medikamente zur Verfügung, welche typische Analgetika-Nebenwirkungen wie Verstopfung abmildern können.

Optimal ist es, wenn ein Betroffener so geschult ist, dass er eigenverantwortlich seine Medikamente dosieren und an seine Schmerzen anpassen kann. Generell gilt jedoch: Sehr starke Schmerzen lassen sich besser mit einem festen Dosis-Zeitplan (meist alle drei bis sechs Stunden) bekämpfen als nach Bedarf.

Interdisziplinäre Tumortherapie

Um bei Tumorschmerzen eine optimale Therapie zu gewährleisten, sind speziell ausgebildetes medizinisches Personal, verschiedene Einrichtungen, aber auch die Unterstützung des Umfelds, von Angehörigen, Freunden und Bekannten und gegebenenfalls auch von Psychologen notwendig. Jedem kommt dabei eine besondere Aufgabe zu. Man nennt dies eine interdisziplinäre Tumortherapie.

Ebene Aufgabe
Hausarzt Ansprechpartner, Verordnung von Medikamenten, Verlaufskontrollen, Auffüllen von Schmerzpumpen etc.
Hauskrankenpflege Pflege, Verbandwechsel etc.
Psychologisches Betreuungsteam Seelische Unterstützung; nicht nur für Patienten, auch für Angehörige und medizinisches Personal
Schmerzambulanz Festlegen der optimalen Schmerztherapie, Akutbehandlung
Onkologische Ambulanz Tumornachsorge
Diätassistenz/Ernährungsberatung Hilfestellung bei Ernährungsproblemen wie Appetitlosigkeit, Übelkeit und Verstopfung als Medikamentennebenwirkungen
Eingriffsraum Legen von intravenösen oder rückenmarksnahen Kanülen für die Tumorenschmerzen-Therapie
Palliativstation/Hospiz Ambulante oder stationäre Betreuung, wenn keine Aussicht mehr auf Heilung besteht
Familie, Freunde, Bekannte Unterstützung im Alltag bei allen sowohl seelischen als auch praktischen Problemen

Weiterlesen: Tumorschmerzen: Therapie – Schmerzmittel bei Tumorschmerzen

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