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Tumorschmerzen

Tumorschmerzen: Diagnose

Stand: 27. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Tumorschmerzen bedürfen einer intensiven Diagnose. Manchmal ist der Schmerz das erste Symptom, mit dem sich eine Krebserkrankung bemerkbar macht. Tumorschmerzen können aber auch im Verlauf der Krankheit auftreten. In beiden Fällen ist es wichtig herauszufinden, wo genau der Schmerz sitzt und was seine genaue Ursache ist. Auf der anderen Seite ist auch die Schmerzstärke (Schmerzintensität) ein wichtiger Faktor, vor allem im Hinblick auf die Lebensqualität und die Therapie.

Es stehen eine Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung, um Art und Ausmaß der Tumorschmerzen festzustellen. Die Diagnose ergibt sich beispielsweise aus folgenden Untersuchungen:

  • Ausführliche Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese). Der Arzt muss hier auch die körperlichen und seelischen Beschwerden des Krebspatienten genau erfragen.
  • Gründliche körperliche Untersuchung
  • Neurologische Untersuchung und gegebenenfalls eine Elektroenzephalographie (EEG)
  • Schmerzskala zur Beurteilung der Schmerzstärke
  • Schmerztagebuch

Die Tumorschmerzen-Diagnose bedarf unter Umständen weiterer Untersuchungen. Sogenannte bildgebende Verfahren wie Röntgenuntersuchungen, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) eignen sich zum Beispiel dazu herauszufinden, ob ein Tumor auf einen Nerv drückt oder einen Nerv schädigt.

Schmerztagebuch

Schmerzen sind eine sehr individuelle Wahrnehmung. Doch gerade bei Tumorschmerzen ist die Diagnose der Schmerzauslöser und -intensität für eine wirksame Therapie besonders wichtig. Ein Schmerztagebuch kann helfen, die Tumorschmerzen über längere Zeit zu beobachten und schriftlich festzuhalten. Dies hilft nicht nur dem Betroffenen selber, der einen Überblick über die Schmerzentwicklung erhält, sondern auch den behandelnden Ärzten. Sie können mithilfe des Schmerztagebuchs eine individuelle Therapie entwickeln.

Wichtige Punkte, die der Patient in seinem Schmerztagebuch festhalten sollte, sind folgende:

  • Seit wann bestehen die Schmerzen?
  • Wo sitzen die Schmerzen?
  • Wie stark sind die Schmerzen, zum Beispiel auf einer Skala von 0 bis 10?
  • Bestehen die Schmerzen kontinuierlich oder treten sie zu bestimmten Gelegenheiten auf? Wenn letzteres zutrifft: Zu welchen Gelegenheiten?
  • Wie äußern sich die Schmerzen (bohrend, drückend, ziehend, stechend, brennend, pochend, heiß, dumpf, krampfartig)?
  • Lassen sich die Schmerzen beeinflussen?
  • Treten zusätzliche Beschwerden auf?

Weiterlesen: Tumorschmerzen: Symptome

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