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Tumorschmerzen

Tumorschmerzen: Definition

Stand: 27. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Im Rahmen von Krebserkrankungen können unterschiedliche Beschwerden auftreten, welche die Lebensqualität der Betroffenen verringern. Schmerzen sind eines dieser Symptome. Doch nicht jeder Krebspatient leidet an Tumorschmerzen. In circa 40 Prozent der Fälle treten keine Tumorschmerzen auf.

Tumorschmerzen im engeren Sinne sind per Definition Schmerzen, die durch eine Krebserkrankung ausgelöst werden. Im Rahmen einer Krebserkrankung kann aber auch die Therapie (z.B. Bestrahlung) Schmerzen auslösen. Tumorschmerzen treten meist erst im späteren Krankheitsverlauf auf und können mit der Zeit zunehmen.

Für die Tumorschmerzen-Definition ist es wichtig, ob es sich um akute oder chronische Schmerzen handelt.

Schmerz

Die International Association for the Study of Pain (Internationale Schmerzgesellschaft) definiert Schmerz als: "... ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potenzieller Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird". Diese Definition beinhaltet sowohl akuten als auch chronischen Schmerz.

Akuter Schmerz ist eine Schutzreaktion des Körpers auf eine plötzlich auftretende Gefahr, beispielsweise eine Verletzung. Bei akutem Schmerz ist die Ursache daher meist eindeutig erkennbar und lässt sich gezielt behandeln.

Chronischer Schmerz entwickelt sich meist langsam, dauert dann aber lange an und kann mit der Zeit die Form eines eigenen Krankheitsbilds annehmen. Dies ist bei Tumorschmerzen häufig der Fall. Bei chronischen Schmerzen senden die Nerven anhaltend Impulse an das Gehirn, obwohl kein Reiz mehr vorhanden ist. Das heißt die Nervenzellen haben eine Art Schmerzgedächtnis entwickelt. Dauern Schmerzen länger als sechs Monate an, bezeichnet man sie als chronisch.

Weiterlesen: Tumorschmerzen: Ursachen

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