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Tuberkulose

Stand: 23. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Tuberkulose (kurz: Tbc), auch Schwindsucht genannt, ist eine chronisch verlaufende Infektionskrankheit.

Tbc ist weltweit verbreitet. In den Entwicklungsländern ist sie eine der häufigsten Infektionskrankheiten und gewinnt heutzutage auch in den Industriestaaten durch Einwanderung wieder an Bedeutung. Eine Rolle spielt hier auch AIDS. Diese Erkrankung schwächt das Immunsystem und erhöht damit das Risiko, an Tuberkulose zu erkranken. Insgesamt ist die Anzahl von Neuerkrankungen in den Industriestaaten aber rückläufig. In Deutschland fällt die Tbc unter das Infektionsschutzgesetz, Erkrankungs- und Todesfälle sind meldepflichtig. Etwa ein Drittel der Weltbevölkerung infiziert sich im Laufe des Lebens mit Tuberkulose. Symptome treten aber nur bei ungefähr 15 Prozent auf. Weltweit sterben jährlich etwa zwei Millionen Menschen an Tuberkulose, vor allem in den Entwicklungsländern. Ein schlechter Ernährungszustand, ungünstige soziale Verhältnisse und ein geschwächtes Immunsystem begünstigen die Infektion und Erkrankung. Krankheitsauslöser der Tbc sind Tuberkel-Bakterien (Mycobacterium tuberculosis), die durch Tröpfcheninfektion übertragen werden.

Bei einem Teil der von Tbc Betroffenen entsteht bereits kurze Zeit nach der Infektion mit dem Erreger eine Primärtuberkulose. Sie ist durch einen einzelnen Entzündungsherd gekennzeichnet, der sich meist in der Lunge befindet (pulmonale Tbc) und sich im weiteren Verlauf abkapseln kann. Die Erreger der Tuberkulose können sich jedoch auch unbemerkt im Körper ausbreiten und andere Organe als die Lunge befallen (extrapulmonale Tbc). Noch nach mehreren Jahren kann außerdem durch eine Reaktivierung der Tuberkel-Bakterien die Postprimärtuberkulose entstehen. Sie betrifft ebenfalls vor allem die Lungen, kann aber auch mit fortschreitenden Entzündungen in Nieren, Knochen oder anderen Organen einhergehen.

Die Beschwerden bei Tuberkulose sind unspezifisch. Das heißt, dass die Betroffenen Symptome haben, die auch bei anderen Erkrankungen vorkommen können. Für die Diagnose sind deshalb neben der Krankheitsgeschichte auch mikrobiologische oder immunologische Tests notwendig. Mögliche Tuberkulose-Testverfahren sind zum Beispiel der Tuberkulin-Test oder der Interferon-Gamma-Test.

Die Heilungschancen der Tbc hängen unter anderem davon ab, welche Organe betroffen sind und wie schnell die Erkrankung erkannt und behandelt wird.

Weiterlesen: Tuberkulose (Tbc): Definition

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