Tuberkulose: Verlauf & Vorbeugen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. November 2015)

Verlauf

Der Verlauf einer Tuberkulose (Tbc) ist unter anderem davon abhängig, wie schnell es gelingt, die Infektion zu erkennen und wirksam zu behandeln. Bei frühzeitiger Diagnose und ausreichender Behandlungsdauer ist die Prognose gut: In den meisten Fällen heilt die Erkrankung dann ohne Folgeschäden aus.

Bleibt die Tuberkulose zu lange unbehandelt oder ist das Immunsystem geschwächt, können die Lungen und andere befallene Organe schwere Schäden davontragen. Dann kann die Tbc im Extremfall auch tödlich verlaufen.

Vorbeugen

Einer Tuberkulose vorbeugen bedeutet in erster Linie: die Verbreitung des Erregers verhindern. Dazu ist es wichtig, erkrankte und ansteckende Personen schnell zu erkennen und angemessen zu behandeln: Dann können sich Gesunde gar nicht erst mit Tbc anstecken.

Dem Versuch, dies weltweit umzusetzen, dient die sogenannte DOTS-Strategie (directly observed treatment, short-course). Ziel ist es, jeden Fall von Tuberkulose durch ein modernes Gesundheitsmanagement möglichst früh zu erkennen und zu heilen. Außerdem soll dies das Risiko senken, dass die ursächlichen Bakterien widerstandsfähig (d.h. resistent) gegen die verfügbaren Tbc-Mittel werden und Letztere somit unwirksam sind. Besonders kritisch ist es, wenn Bakterien gegen mehrere Antibiotika resistent sind: Mediziner sprechen dann von multiresistenten Keimen. Eine Infektion mit multiresistenten Keimen ist nur sehr schwer zu behandeln.

Es gibt auch eine Schutzimpfung gegen Tuberkulose: die sogenannte BCG-Impfung (Bacille-Calmette-Guerin). Allerdings gehört sie laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) seit 1998 nicht mehr zu den empfohlenen Impfungen. Gründe hierfür sind:

  • ein nur begrenzt wirksamer vorbeugender Schutz vor Ansteckung und
  • die zeitweilig rückläufige Erkrankungsrate in Deutschland sowie
  • die relativ häufigen Impfkomplikationen.

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