Tuberkulose: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. November 2015)

Grundsätzlich macht jede aktive Tuberkulose (Tbc) eine Therapie mit Antibiotika notwendig, die gegen die ursächlichen Bakterien wirken: Solche Mittel bezeichnet man allgemein als Antituberkulotika. Wenn Sie eine offene Tuberkulose haben, ist es zudem wichtig, sich im Krankenhaus behandeln zu lassen. Die Behandlung besteht immer in einer Kombination verschiedener Antibiotika – das hat mehrere Gründe:

  • Zum einen kann es sein, dass die Krankheitserreger gegen einige Wirkstoffe widerstandsfähig (resistent) sind.
  • Zum anderen wirken die Medikamente auf jeweils unterschiedliche Weise: Manche töten die Erreger direkt ab, andere verhindern, dass sie sich weiter vermehren.

Darum kann eine geeignete Kombination unterschiedlicher Wirkstoffe gegen Tuberkulose erfolgversprechender sein.

Bei einer Tuberkulose der Lunge dauert die Behandlung mit Antibiotika in der Regel sechs Monate und setzt sich aus zwei Phasen zusammen. In der Anfangsphase, die sich über zwei Monate erstreckt, erhalten Sie gegen die Tbc-Erreger eine Wirkstoffkombination aus:

Die daran anschließende Stabilisierungsphase mit den Wirkstoffen Isoniazid und Rifampicin dauert vier Monate. Auch wenn die Tuberkulose dann vielleicht keine Beschwerden mehr bereitet und Sie sich längst wieder besser fühlen, ist es wichtig, dass Sie die Therapie nicht vorzeitig abbrechen – denn:

  • Wer die Antibiotika zu früh absetzt, riskiert, dass die Tbc erneut ausbricht und die Medikamente dann nicht mehr wirken, weil die Erreger inzwischen widerstandsfähig geworden sind.
  • Dies erschwert auch die Behandlung von Menschen, die sich nach frühzeitig abgebrochener Therapie bei Ihnen anstecken.

Mediziner bezeichnen die Standardbehandlung der Lungentuberkulose mit Antituberkulotika auch als Chemotherapie – wobei hier nicht die gegen Krebserkrankungen eingesetzte Chemotherapie gemeint ist.

Neben den Antituberkulotika, welche die Ursache der Tuberkulose bekämpfen, können Sie auch weitere Medikamente gegen die Symptome einnehmen – bei Lungen-Tbc zum Beispiel Mittel, die den Hustenreiz unterdrücken. Außerdem ist es ratsam, auf Alkohol und Rauchen zu verzichten und mögliche abwehrschwächende Begleiterkrankungen zu behandeln, um den Körper zu stärken.

Auch wenn bei der Standardtherapie der Tuberkulose keine Komplikationen auftreten, ist es ratsam, dass Sie sich im Anschluss mindestens weitere zwei Jahre regelmäßig ärztlich untersuchen und überwachen lassen.


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