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Tuberkulose

Tuberkulose (Tbc): Diagnose

Stand: 23. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Tuberkulose ist die Diagnose schwierig, weil die Symptome sehr uncharakteristisch sind beziehungsweise gar keine Beschwerden auftreten. Aus diesem Grund sind Fehldiagnosen relativ häufig.

Erste Hinweise auf eine Tuberkulose geben die Krankheitsgeschichte, Erkrankungen in der Familie oder der näheren Umgebung, ein abwehrgeschwächter Körper aufgrund anderer Erkrankungen, die momentanen Beschwerden sowie Röntgenaufnahmen.

Bei Verdacht auf Tuberkulose kann die endgültige Diagnose nur durch einen klinisch-chemischen Nachweis des Erregers gestellt werden. Als Untersuchungsmaterial sind, je nach vermuteter Lokalisation, Hustenauswurf, Magensaft, Bronchial-Sekret oder Urin geeignet. Mithilfe spezieller Färbungen (Ziehl-Neelsen, Fluoreszenz-Färbung) wird das Material erst mikroskopisch auf Tuberkel-Bakterien untersucht und gleichzeitig eine Bakterienkultur angelegt, weil bei einer geringen Erregerkonzentration die Mikroskopie wenig zuverlässig ist.

Zum Nachweis einer Infektion mit dem Tuberkulose-Erreger, ohne dass bereits eine Erkrankung ausgebrochen ist, kann der sogenannte Tuberkulin-Test durchgeführt werden. Dies geschieht nach der Mendel-Mantoux-Methode, bei der ein Bestandteil des abgetöteten Erregers, das Tuberkulin, in kleinsten Mengen in die Haut gespritzt wird. Zeigt sich innerhalb der folgenden 24 bis 72 Stunden eine Schwellung mit Rötung von über sechs Millimetern Durchmesser, ist der Test positiv. Ein positiver Tuberkulin-Test kann auf eine Infektion, aber auch auf eine durchgeführte Impfung, hinweisen.

Alternativ steht seit 2005 ein immunologisches Testverfahren (sog. Interferon-Gamma-Release-Assay) zur Verfügung, bei dem im Labor in einer Blutprobe unter bestimmten Voraussetzungen Interferon-Gamma nachgewiesen werden kann, was auf eine Infektion mit Tuberkulosebakterien hinweist. Dieser Test könnte in Zukunft den Tuberkulin-Test ablösen.

Ein negatives Tuberkulose-Testergebnis schließt eine Erkrankung jedoch nicht sicher aus, da der Erreger je nach Untersuchungszeitpunkt oder Verlauf nicht nachweisbar sein kann.

Weiterlesen: Tuberkulose (Tbc): Therapie

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