Startseite > Krankheiten > Tsutsugamushi-Fieber > Definition
Stand: 30. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Das Tsutsugamushi-Fieber wird auch Japanisches Fleckfieber, Milbenfleckfieber oder Buschfieber genannt. Es handelt sich um eine akute Infektionskrankheit, die in Zentral-, Ost- und Südostasien sowie in Nordaustralien, Indien, Pakistan, Ozeanien und in den Hochlagen des Himalayas vorkommt.
Das Tsutsugamushi-Fieber gehört zu den sogenannten Rickettsiosen, einer Gruppe von Infektionskrankheiten, die durch Bakterien der Gattung Rickettsia verursacht werden. Überträger sind Tiere: Arthropoden (Gliederfüßer), zum Beispiel Milben, Zecken, Läuse oder Flöhe. Die bekannteste durch Rickettsien hervorgerufene Erkrankung ist das Fleckfieber. Andere zu den Rickettsiosen gehörende Erkrankungen sind das Q-Fieber, das Rocky Mountain spotted fever, das nordasiatische Zeckenbissfieber und das "Fievre boutonneuse".
Die Bezeichnung Rickettsiose geht auf den amerikanischen Pathologen Howard Taylor Ricketts zurück. Dieser entdeckte 1907 den Erreger des Rocky Mountain spotted fever: das nach ihm benannte Bakterium Rickettsia rickettsi.
Die Bezeichnung des Tsutsugamushi-Fiebers als "Scrub typhus", die vor allem im englischen Sprachraum weit verbreitet ist, dürfte auf das bevorzugte Vorkommen der infizierten Milben in niedrigem Gestrüpp (engl. Scrub = Gestrüpp) und auf die dem Fleckfieber (Typhus exanthematicus) sehr ähnliche Symptomatik zurückzuführen sein. Durch die zunehmende Abholzung der Wälder breitet sich das Tsutsugamushi-Fieber immer weiter aus.
Es existieren keine Angaben zur Häufigkeit des Tsutsugamushi-Fiebers. Reisende sollen jedoch nur selten betroffen sein.
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