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Trockene Augen (Sicca-Syndrom)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. Dezember 2014)

© iStock

Trockene Augen (Sicca-Syndrom) entstehen, wenn die Tränenflüssigkeit die Augen nicht ausreichend benetzt. Dadurch können störende Augenbeschwerden auftreten, die sich aber oft schon durch einfache Maßnahmen lindern lassen.

Die häufigsten Ursachen für trockene Augen sind Umwelteinflüsse. Oft entsteht das Sicca-Syndrom zum Beispiel durch:

  • Luftzug (Klimaanlagen, Gebläse im Auto
  • Tabakrauch
  • Bildschirmarbeit (sog. Office Eye Syndrome)
  • stundenlanges Spielen am Computer (sog. Gamer Eye)

Trockene Augen können aber auch andere Gründe haben: So begünstigen etwa höheres Alter und weibliche Geschlechtshormone sowie bestimmte Medikamente die Entstehung von trockenen Augen. Zudem kann das Sicca-Syndrom im Rahmen verschiedener Erkrankungen entstehen, wie bei:

Trockene Augen sind mit Augenreizungen verbunden, die das Wohlbefinden je nach Ausmaß stark beeinträchtigen können. Typische Symptome für das Sicca-Syndrom sind zum Beispiel:

Um trockene Augen zu diagnostizieren, kommen verschiedene Tests zum Einsatz, mit denen der Augenarzt Tränenmenge, Zusammensetzung des Tränenfilms, Hornhautoberfläche, Lidstellung und Tränendrüsen beurteilen kann. Dabei zeigt sich auch, welche Form von Sicca-Syndrom vorliegt:

  • die hypovolämische Form, die durch eine zu geringe Produktion von Tränenflüssigkeit entsteht, oder
  • die hyperevaporative Form, bei der eine veränderte Zusammensetzung des Tränenfilms dazu führt, dass dieser verstärkt verdunstet.

Gegen das Sicca-Syndrom hilft in erster Linie eine Behandlung durch Tränenersatzmittel (sog. künstliche Tränen): Die Mittel können als zähflüssigeres Augengel oder als dünnflüssigere Augentropfen gegen trockene Augen zum Einsatz kommen.

Um ausgeprägte trockene Augen zu behandeln, kann es sinnvoll sein, die Tränenpünktchen am Auge zeitweilig zu verschließen oder zu veröden und so die Benetzungsstörung zu beheben. Dies verhindert, dass das Sicca-Syndrom auf Dauer zu Hornhautschäden führt.

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