Trockene Augen (Sicca-Syndrom): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. Dezember 2014)

Gegen trockene Augen (Sicca-Syndrom) kommen zur Therapie vor allem sogenannte Tränenersatzmittel in Form von Augentropfen oder Augengelen zum Einsatz. Diese "künstlichen Tränen" sollen die Beschwerden lindern, die durch die unzureichende Benetzung der Augen entstehen. Die Tränenersatzmittel enthalten Filmbildner, die die Tränenfilmaufrisszeit verlängern.

Indem Sie die "künstlichen Tränen" mehrmals täglich in das trockene Auge tropfen, ersetzen Sie die fehlende Flüssigkeit und verbessern gleichzeitig die Benetzung der Hornhautoberfläche. Je nachdem, welche Tränenersatzmittel Sie besser vertragen, können Sie zähflüssigeres Augengel oder dünnflüssigere Augentropfen gegen trockene Augen verwenden. Achten Sie dabei darauf, dass das Mittel keine Konservierungsstoffe enthält – diese können das Sicca-Syndrom verstärken beziehungsweise Allergien hervorrufen.

Wenn Sie trockene Augen haben, ist es ratsam, alle äußeren Einflüsse zu meiden, die Ihre Beschwerden verstärken können. Meiden Sie zum Beispiel Tabakrauch oder den direkten Luftstrom von Autogebläsen / Klimaanlagen. Allgemein wohltuend für Ihre Augen sind dagegen eine feuchtere Raumluft und frische Luft: Lüften Sie daher regelmäßig oder setzen Sie gegebenenfalls einen Luftbefeuchter ein. Wenn Sie am Bildschirm arbeiten, sollten häufiger blinzeln und öfters kleine Pausen einlegen.

Wenn die Tränenersatzmittel nicht gegen das Sicca-Syndrom helfen und Sie sehr trockene Augen haben, können Sie zur Behandlung andere Mittel zur Befeuchtung des Auges erhalten, zum Beispiel:

Stark ausgeprägte trockene Augen machen es mitunter notwendig, die Tränenpünktchen zu veröden oder mit einem Kunststoffstöpsel zu verschließen, damit weniger Tränenflüssigkeit ablaufen kann: Zweck der Behandlung ist es, zu vermeiden, dass das Sicca-Syndrom dauerhafte Hornhautschäden verursacht.


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