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Trockene Augen (Sicca-Syndrom, Keratoconjunctivitis sicca)

Trockene Augen (Sicca-Syndrom): Therapie

Stand: 23. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Gegen trockene Augen (Sicca-Syndrom, Keratoconjunctivitis sicca) kommen zur Therapie in erster Linie Tränenersatzmittel zum Einsatz, um die Beschwerden zu lindern, die durch die unzureichende Benetzung der Augen entstanden sind. Wenn Sie diese künstlichen Tränen mehrmals täglich in das trockene Auge tropfen, ersetzen Sie die fehlende Flüssigkeit und verbessern gleichzeitig die Benetzung der Hornhautoberfläche. Je nachdem, welche Tränenersatzmittel Sie besser vertragen, können Sie zähflüssigeres Augengel oder dünnflüssigere Augentropfen gegen trockene Augen verwenden. Achten Sie darauf, dass diese Mittel keine Konservierungsstoffe enthalten, da diese die Trockenheit der Augen verstärken beziehungsweise eine Allergie hervorrufen können.

Wenn Sie trockene Augen haben, ist es zur Therapie zusätzlich ratsam, alle äußeren Einflüsse zu meiden, die Ihre Augen trocken machen können. So sind zum Beispiel für ein trockenes Auge zur Behandlung feuchtere Raumluft und frische Luft wohltuend: Dazu können Sie einen Luftbefeuchter einsetzen und regelmäßig lüften. Auch Tabakrauch zu meiden ist beim Sicca-Syndrom ratsam. Bei längerer Bildschirmarbeit ist es eine Hilfe gegen die Keratoconjunctivitis sicca, gezielt mit den Augen zu zwinkern und häufiger kleine Pausen einzulegen.

Wenn die bisherigen Mittel nicht gegen Ihre Benetzungsstörung helfen und Sie sehr trockene Augen haben, können Sie zur Behandlung vorübergehend Hyaluronsäure erhalten. Mitunter ist es bei einem schweren Sicca-Syndrom zur Therapie notwendig, die Tränenpünktchen zu veröden oder mit einem Kunststoffstöpsel zu verschließen, damit weniger Tränenflüssigkeit ablaufen kann: Dies erhöht die verfügbare Tränenmenge.

Weiterlesen: Trockene Augen (Sicca-Syndrom): Verlauf

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