Trockene Augen (Sicca-Syndrom): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. Dezember 2014)

Trockene Augen (Sicca-Syndrom) sind eine häufige Diagnose: Etwa jeder Fünfte, der wegen Augenbeschwerden zum Augenarzt geht, ist davon betroffen.

In der Regel erkennt der Augenarzt trockene Augen bereits an den typischen Beschwerden. Verschiedene Tests können die Diagnose des Sicca-Syndroms bestätigen – sie dienen vor allem dazu, Folgendes zu beurteilen:

  • Tränenmenge
  • Zusammensetzung des Tränenfilms
  • Hornhautoberfläche
  • Lidstellung
  • Tränendrüsen

Für einige Tests reichen einfache Hilfsmittel, um trockene Augen und deren Ursache festzustellen – zum Beispiel die sogenannte Spaltlampe: Mit dieser kann der Arzt das Auge bei einer bestimmten Beleuchtung vergrößert betrachten. Andere Untersuchungen sind aufwändiger und erfordern spezielle Laborvorrichtungen. Am häufigsten kommen beim Sicca-Syndrom folgende Tests zum Einsatz:

  • Beurteilung der Tränenfilmaufrisszeit: Dazu färbt der Augenarzt die Tränenflüssigkeit mit einem fluoreszierenden Farbstoff (Fluorescein) und beurteilt mithilfe der Spaltlampe, wie schnell der Tränenfilm nach dem Öffnen des Auges aufreißt. Diese Zeit beträgt beim gesunden Auge mindestens zehn Sekunden, beim trockenen Auge weniger.
  • Schirmer-Test: Hierbei bekommt man einen kleinen Filterpapierstreifen ins Auge gelegt. Nach fünf Minuten kann der Augenarzt ablesen, zu welchem Anteil der Streifen befeuchtet ist. So lässt sich messen, wie viel Tränenflüssigkeit das Auge absondert.

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