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Tripper (Gonorrhoe): Symptome, Therapie & Vorbeugen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. Oktober 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Tripper (Gonorrhoe bzw. Gonorrhö) ist weltweit eine der häufigsten Infektionskrankheiten. Verantwortlich ist das Bakterium Neisseria gonorrhoeae: Dieser Erreger befällt nur den Menschen – überwiegend betroffen sind Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 25 Jahren.

Die Ansteckung mit Tripper geschieht durch direkte Kontakte zur Schleimhaut, in der sich die – auch als Gonokokken bezeichneten – Erreger befinden. Weil Gonokokken sexuell übertragbar sind, zählt die Gonorrhoe zu den sogenannten Geschlechtskrankheiten (engl. sexually transmitted diseases, STD).

Hat eine Frau während der Schwangerschaft einen Tripper, kann sie zudem die Gonokokken während der Geburt auf das Kind übertragen. Das Baby entwickelt dann allerdings keine Gonorrhoe, sondern eine als Gonoblennorrhoe bezeichnete Infektion der Augen, bei der die Bindehaut eitrig entzündet ist.

Auch sonst verursacht eine Infektion mit Gonokokken nicht immer deutliche Anzeichen einer Gonorrhoe – Symptome fehlen vor allem bei der Frau häufig. Kommt es zu Beschwerden, betreffen sie hauptsächlich die Geschlechtsorgane: Für Tripper typische Symptome sind in solchen Fällen Ausfluss und Schmerzen beim Wasserlassen.

Daneben können Gonokokken auch den Anal- und Mund-Rachen-Bereich infizieren: Von Letzterem sind beide Geschlechter gleichermaßen betroffen, während der Tripper im Analbereich beim Mann häufiger ist als bei der Frau. Da die Infektion an diesen Stellen oft unauffällig verläuft, bleibt die Gonorrhoe häufig lange unentdeckt. Das Risiko, dass sich die Geschlechtskrankheit weiterverbreitet, ist dann besonders hoch.

Das Bild zeigt ein Kondom. © Jupiterimages/PhotoDisc

Kondome schützen vor einem Tripper.

Diagnostizieren lässt sich ein Tripper durch den Nachweis des Erregers: Hierzu ist ein Abstrich von der betroffenen Stelle (z.B. Harnröhre oder Gebärmutterhals) notwendig. Zur Therapie der Gonorrhoe kommen Antibiotika zum Einsatz.

Im Gegensatz zu einigen anderen Infektionskrankheiten, die eine lebenslange Immunität hinterlassen, sind beim Tripper wiederholte Infektionen möglich. Eine Schutzimpfung gegen Gonorrhoe steht nicht zur Verfügung.

Wer beim Geschlechtsverkehr Kondome verwendet, kann sich jedoch wirksam vor Tripper schützen. Wenn während der Schwangerschaft eine Gonorrhoe besteht, erhalten die Neugeborenen zur Vorbeugung der Gonoblennorrhoe die sogenannte Credésche Augenprophylaxe (Credé-Prophylaxe).



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