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Trigeminusneuralgie

Stand: 25. Oktober 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Trigeminusneuralgie äußert sich durch blitzartige, sehr starke und stechende Schmerzen im Gesicht. Die Schmerzattacken dauern meist nur wenige Sekunden, gehören jedoch zu den stärksten bekannten Schmerzen überhaupt.

Bei der Trigeminusneuralgie ist der fünfte Hirnnerv gereizt: der sogenannte Trigeminusnerv (Nervus trigeminus). Dies bedeutet wörtlich übersetzt Drillingsnerv, denn: Der Nerv teilt sich nach seinem Austritt aus der Schädelbasis in drei Äste auf. Kommt es in seinem Verlauf an einer Stelle zu Druck und dadurch zur Beschädigung seine Nervenscheide, entlädt er sich spontan. Diese spontane Entladung führt zu schweren, anfallartigen, einseitigen Gesichtsschmerzen im Versorgungsgebiet eines oder mehrerer Äste des Trigeminusnervs. Das heißt: Die Schmerzen treten vorwiegend in Ober- und Unterkiefer, Nase, Wangen und Kinn auf, seltener an der Stirn. Da schon kleinste Bewegungen oder Berührungen die Anfälle auslösen können, beeinträchtigt eine Trigeminusneuralgie den Betroffenen äußerst schwer.

Ziel der Behandlung einer Trigeminusneuralgie ist es daher, die Schmerzen zu lindern und, wenn möglich, eine völlige Beschwerdefreiheit zu erreichen. Hierfür stehen verschiedene Medikamente und chirurgische Therapiemöglichkeiten zur Verfügung.

Weiterlesen: Trigeminusneuralgie: Definition

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