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TrigeminusneuralgieForumChronische Schmerzen
Forenexperte: Dr. med. Christoph Wachter
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TrigeminusneuralgieOperationStand: 25. Oktober 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei einer Trigeminusneuralgie kommt zur Therapie nur dann eine Operation in Betracht, wenn Medikamente nicht ausreichend wirken oder zu starke Nebenwirkungen hervorrufen oder wenn die Ursache der Nervenschmerzen operativ behebbar ist (z.B. bei einer symptomatischen Trigeminusneuralgien infolge von Tumoren). Die früher bei der Trigeminusneuralgie häufig praktizierte Maßnahme, den erkrankten Trigeminusnerv einfach zu durchtrennen (Exhärese, Rhizotomie), kommt dabei heutzutage nicht mehr zum Einsatz, da neben der einseitigen Gesichtslähmung oft noch stärkere und vor allem nicht mehr zu beeinflussende Schmerzen die Folge sein können. Ganglion-Gasseri-TechnikenFür die Trigeminusneuralgie-Therapie stehen zur Operation verschiedene Ganglion-Gasseri-Techniken zur Verfügung: Dies sind perkutane (d.h. durch die unverletzte Haut hindurch vorgenommene) Eingriffe im oder am vom Trigeminusnerv gebildeten Nervenknoten (Ganglion Gasseri). Sie erfolgen unter örtlicher Betäubung und bieten sich daher an, wenn eine Vollnarkose bei Ihnen nicht infrage kommt. Der Operateur führt eine Nadel über die Wange bis zum Ganglion Gasseri ein. Dort zerstört er über diese Nadel die für die Schmerzleitung verantwortlichen Nervenfasern
Mit allen Ganglion-Gasseri-Techniken lassen sich schon früh hohe Erfolgsraten von über 90 Prozent erzielen. Auch Jahre später sind die meisten Betroffenen noch beschwerdefrei. In einigen Fällen (v.a. nach einer Ballonkompression) tritt die Trigeminusneuralgie nach gewisser Zeit erneut auf, sodass eine Wiederholung der Therapie nötig ist. Zu den möglichen Risiken einer Operation im oder am Ganglion Gasseri gehört die Entstehung einer verminderten Berührungs- und Druckempfindlichkeit beziehungsweise einer Empfindungsstörung der betroffenen Gesichtshälfte. In seltenen Fällen führen die Eingriffe zu einem Dauerschmerz (sog. Anästhesia dolorosa). Mikrovaskuläre DekompressionEine weitere Möglichkeit zur operativen Trigeminusneuralgie-Therapie ist die sogenannte mikrovaskuläre Dekompression. Diese Operation kommt vor allem dann in Betracht, wenn Ihr allgemeines Operationsrisiko gering ist. Die mikrovaskuläre Dekompression erfolgt unter Vollnarkose. Der Operateur legt über eine kleine Öffnung im Schädel (Trepanation) hinter dem Ohr die Wurzel des Trigeminusnervs frei und legt ein kleines Kunststoffpolster zwischen die Nervenwurzel und die Blutgefäße, die den Nerv reizen. Die mikrovaskuläre Dekompression hat den Vorteil, dass der Nerv geschützt ist und man ihn nicht – wie bei einer Operation im oder am Ganglion Gasseri – teilweise schädigt, um seine Erregbarkeit zu mindern. Bei Therapie einer Trigeminusneuralgie durch mikrovaskuläre Dekompression sind 98 Prozent der Betroffenen sofort oder kurz nach dem Eingriff beschwerdefrei. Im Vergleich zu den anderen operativen und radiochirurgischen Verfahren ist die Trigeminusneuralgie-Therapie durch mikrovaskuläre Dekompression jedoch mit einem höheren Operationsrisiko verbunden. In bis zu 3 Prozent der Fälle kann es zu einseitigem Hörverlust sowie Blutungen und einer Schwellung des Kleinhirns kommen. Andererseits tritt die Trigeminusneuralgie nach mikrovaskulärer Dekompression seltener erneut auf. Radiochirurgische TherapieBei einer Trigeminusneuralgie kann alternativ zu den anderen operativen Methoden auch eine radiochirurgische Therapie erfolgen: Hierbei bestrahlt man den Trigeminusnerv in einer einmaligen Sitzung nahe dem Hirnstamm mit einem kleinen Strahlenfeld. Dies geschieht über ein sogenanntes Gamma-Knife (Linearbeschleuniger), das gewöhnlich gegen Hirntumoren zum Einsatz kommt. Möglicherweise sind Sie bereits 24 Stunden nach dem Eingriff schmerzfrei; in einigen Fällen dauert es bis dahin jedoch länger (durchschnittlich 2 Wochen bis 2 Monate). Verglichen mit den Ganglion-Gasseri-Techniken hat die radiochirurgische Behandlung der Trigeminusneuralgie die niedrigste Komplikationsrate, aber auch die geringste Erfolgsrate. Weiterlesen: Trigeminusneuralgie: Verlauf Das könnte Sie auch interessieren
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